Umweltkiller Fleischkonsum: Regenwald-Rodung so hoch wie nie | Animal Equality Germany

Umweltkiller Fleischkonsum: Regenwald-Rodung so hoch wie nie

Deutschland
Dieses Jahr wurde der höchste Stand der Regenwald-Rodung seit 2008 erreicht. 7900 Quadratkilometer Regenwald, eine Fläche fast so groß wie Puerto Rico, fiel der expandierenden Intensivtierhaltung zum Opfer.

Dieses Jahr wurde der höchste Stand der Regenwald-Rodung seit 2008 erreicht. 7900 Quadratkilometer Regenwald, eine Fläche fast so groß wie Puerto Rico, fiel der expandierenden Intensivtierhaltung zum Opfer. Der Regenwald wird primär für den Anbau von Futtermitteln für sogenannte Nutztiere und Weideland gerodet. Weltweit werden etwa 70 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen nur für den Anbau von Tierfutter und als Weideland verwendet. Alleine für die Schweinemast in deutschen Massentierhaltungsbetrieben werden pro Jahr 2,75 Millionen Tonnen Sojaschrot importiert, für die eine Ackerfläche von 15.000 Quadratkilometern benötigt wird.

Insgesamt werden in Deutschland zu viele "Nutztiere" gehalten, um deren Futterbedarf mit lokal angebautem Futter zu decken. Deshalb wird auf Ackerflächen im Amazonas zurückgegriffen, um dort das Futter für die Tiere in Deutschland zu produzieren. Das Soja aus dem die klassischen Sojaprodukte, wie z.B. Tofu, für den menschlichen Verzehr bestehen, wird hingegen nicht am Amazonas, sondern meist in Europa produziert.

Neben den Ackerflächen für den Tierfutteranbau werden auch Teile des Regenwaldes gerodet, um diese als Weideflächen nutzbar zu machen. In Brasilien existiert die weltweit größte Rinderweide, auf der ungefähr 180 Millionen Tiere stehen. Die Waldflächen, die aufgrund dieser Weideflächen weichen mussten, entsprechen der Fläche aller Wälder in Deutschland.

Neben dem Tierleid, das durch die Massentierhaltung entsteht, hat der Fleischkonsum also auch deutliche Auswirkungen auf Umwelt, Klima und Artenvielfalt. Die Produktion von Fleisch ist allein bereits verantwortlich für 18% der vom Mensch verursachten Treibhausgase. Durch die Rodung der Regenwälder zugunsten der Fleischproduktion wird außerdem ein Kohlenstoff-Speicher zerstört, der die Treibhausgasemissionen regulieren könnte.

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Quellen:

Spiegel Online (November 2018). „7900 Quadratkilometer Regenwald binnen eines Jahres abgeholzt“.

Abenteuer Regenwald. „Warum Massentierhaltung den Regenwald bedroht“.