Neue Studie: Milch und Fleisch können Rheuma auslösen | Animal Equality Germany

Neue Studie: Milch und Fleisch können Rheuma auslösen

Deutschland
Eine neue Studie zeigt mögliche Zusammenhänge zwischen der Entstehung von Rheuma und Bakterien, die in Milch und Rindfleisch vorkommen. Jedes zweite Rind in den USA trägt dieses Bakterium in sich.

Wer an Rheuma, der schmerzhaften, chronischen Gelenkentzündung, leidet, verspürt zumeist Linderung nach einer einfachen Ernährungsumstellung: dem Verzicht auf Fleisch und Wurst. Denn in diesen stecken Fettsäuren, die auf Gelenkentzündung alles andere als positiv wirken. Jüngst jedoch hat die University of Central Florida noch einen weiteren Zusammenhang zwischen Rheuma, oder genauer: rheumatoide Arthritis (RA), der häufigsten Rheuma-Art, und Tierprodukten hergestellt: In Fleisch wie auch in Milch versteckt sich ein Bakterium mit dem langatmigen Namen Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis (MAP). Denn dieses Bakterium lebt in der Hälfte der Rinder in den USA – für Deutschland liegen uns keine Zahlen vor.

 

Zusammenhang zwischen MAP und rheumatoider Arthritis

Das MAP wurde in der Vergangenheit von den Wissenschaftlern der Universität schon mit der schweren Darmerkrankung Morbus Crohn in Verbindung gebracht. Und weil auch Morbus Crohn eine Entzündungskrankheit ist, interessierte sich das Forscherteam auch für den Zusammenhang zwischen MAP und rheumatoider Arthritis. “Wir haben hier zwei Entzündungskrankheiten, eine betrifft den Darm, die andere die Gelenke. Beiden gehen auf den gleichen genetischen Defekt zurück und werden mit den gleichen Medikamenten behandelt”, berichtet Saleh Nasser, Spezialistin für Infektionskrankheiten von der Studie. “Also stellten wir uns die Frage: Haben sie etwa einen gemeinsamen Auslöser?

Um der Frage nachzugehen, untersuchten die Forscher 100 Personen. Fazit: 78 % der Patienten mit rheumatoider Arthritis wiesen die gleiche genetische Mutation wie Crohn-Patienten auf. Und von diesen Patienten wurden wiederum 40 % positiv auf das Bakterium MAP getestet. Nasser deutet diese Ergebnisse so: “Wir glauben, dass Personen, die mit dieser genetischen Mutation geboren wurden und die später durch den Verzehr von kontaminierter Milch oder Fleisch von infizierten Rindern dem Bakterium MAP ausgesetzt sind, ein höheres Risiko haben, an rheumatoider Arthritis zu erkranken.” In der Rheumaforschung sind diese Erkenntnisse, wie der Konsum von Fleisch und Milch mit der schmerzhaften Krankheit zusammenhängt, ein Fortschritt. Denn bislang kannte die Medizin keine Ursache der rheumatoiden Arthritis.

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Quelle: Science Daily "Bacteria in milk and beef linked to rheumatoid arthritis".