Studie: Aus Rinder-Urin entweicht klimaschädliches Lachgas in die Atmosphäre | Animal Equality Germany

Studie: Aus Rinder-Urin entweicht klimaschädliches Lachgas in die Atmosphäre

Deutschland

Kühe stoßen aufgrund ihrer Verdauung Methan aus, das ist mittlerweile den meisten Menschen bekannt. Es entsteht, wenn organisches Material wie Gras im Verdauungssystem der Kuh mikrobiologisch abgebaut und zu einem gasförmigen Stoff umgewandelt wird. Weil sich Methan als Treibhausgas in der Atmosphäre 25 Mal so stark auswirkt wie Kohlenstoffdioxid, tragen die unzähligen in industrieller Massentierhaltung gehaltenen Rinder immens zu dem vom Menschen verursachten Treibhauseffekt bei. Doch auch ihr Urin hat durch die Zugabe von Stickstoff auf die Böden einen klimaschädlichen Effekt: ihm entweicht Lachgas (Distickstoffmonoxid). Ein weiteres Treibhausgas, das, dem Umweltbundesamt zufolge, sogar eine 300 Mal stärkere Klimawirkung hat als Kohlenstoffdioxid.

Wissenschaftler vom International Center for Tropical Agriculture (CIAT) in Kalifornien fanden dabei heraus, dass die Qualität der Weiden, auf denen die Kühe ihren Urin hinterlassen, einen deutlichen Einfluss auf die Menge des in die Atmosphäre ausgestoßenen Lachgases besitzt. Die Emissionen sollen demnach auf natürlich bewachsenen, artenreichen Weidegründen auffallend geringer sein, als auf den überweideten, “verarmten” Flächen, deren Böden stark verdichtet sind und die deshalb nur wenige Nährstoffe und organische Materialien enthalten. Um zu messen, welche Mengen des Lachgases aus den Böden austritt, hatten die Forscher in fünf Ländern Lateinamerikas und der Karibik Rinder-Urinproben in verschiedenen Bereichen verteilt, jeweils auf artenreichen, und in der Nähe liegenden verarmten Weideflächen.

In 85 % der Fälle entwich eine wesentlich höhere Menge an Lachgas aus den verarmten Böden, als es bei den artenreichen Weiden der Fall war. Die Studie verdeutlicht somit, wie wichtig es ist, der Verarmung der gesunden Böden vorzubeugen und verweist durch den Blick auf entscheidende klimaschädliche Faktoren auf die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs des Menschen mit der Natur und den dringend erforderlichen Rückgang der Gesamtanzahl der in der “Nutztierindustrie” ausgebeuteten Tiere.

Neben der Massentierhaltung zählen unter anderem die landwirtschaftliche Bearbeitung der Böden und stickstoffhaltige Düngemittel zu den Hauptverursachern der Lachgas- und Methanemission – die industrielle Tierhaltung gilt somit als eine der Hauptursachen der globalen Klimaerwärmung.

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Quellen: