Interview mit Moby: „Vegan zu sein gibt mir Klarheit und Sinn im Leben.“ | Animal Equality Germany

Interview mit Moby: „Vegan zu sein gibt mir Klarheit und Sinn im Leben.“

USA

Als Musiker, Tierrechtsaktivist und langjähriger Unterstützer von Animal Equality nutzt Moby seine Bekanntheit dazu, Menschen auf der ganzen Welt zu einem tierfreundlichen Lebensstil zu bewegen. Für die US-Ausgabe unseres aktuellen Mitglieder-Magazins hat er mit uns darüber gesprochen, warum er sich seit mittlerweile über 30 Jahren vegan ernährt und inwiefern der Veganismus sein Leben bereichert hat.

Wer oder was hat dich zu einem veganen Lebensstil inspiriert?

Ich habe viele vegane Vorbilder. Das Individuum, das mich zu Beginn dazu inspiriert hat, vegan zu werden, war Tucker, ein Kater. Ich hatte ihn in Connecticut von einer Müllhalde gerettet. Er hat mir gezeigt, dass alle Lebewesen eine vielfältiges emotionales Innenleben besitzen und ohne Schmerz und Leid leben möchten.

Auf welche Art und Weise hat Veganismus dein Leben bereichert?

Auf jede nur erdenkliche Art! Vegan zu sein erlaubt es mir, im Einklang mit meinen eigenen Moralvorstellungen zu leben. Es hält mich gesund und gibt mir Klarheit und Sinn im Leben.

Die vegane Community und die Anzahl der Menschen, die sich überwiegend pflanzlich ernähren, ist in den letzten zehn Jahren rasant angewachsen. Wie aufregend war es für dich, dieses Wachstum mitzuverfolgen und eine richtungsweisende Rolle in der Entwicklung einzunehmen?

Ich lebe nun seit 31 Jahren vegan und ehrlich gesagt, hätte ich niemals gedacht, dass die vegane Bewegung einmal so lebendig und weit verbreitet sein wird, wie heute. Als ich 1987 vegan wurde, gab es weltweit vielleicht fünf vegane Restaurants. Jetzt gibt es allein in der Nähe meines Hauses in Los Angeles mindestens zehn vegane Restaurants in einem Umkreis von 5 Meilen.

Du ermutigst Menschen auf der ganzen Welt zu einer veganen Lebensweise. Was möchtest du ihnen mitteilen?

Euer Handeln sollte eure Werte und Überzeugungen widerspiegeln. Und wenn ihr davon überzeugt seid, dass Tiere nicht leiden sollen, dann solltet ihr nichts befürworten, dulden oder zu irgendetwas beitragen, was Tieren Leid verursacht.

Was inspiriert dich neben Musik und Aktivismus?

Die Genialität und Komplexität der Natur und der natürlichen Welt. Zum Beispiel wie aus einem winzigen Samen ein Mammutbaum wächst oder wie unser Körper Nahrungsmittel wie Bohnen oder Reis in komplexe Sehnerven oder Blutzellen umgewandelt.

Was wünschst du dir von Tierschutz-Aktivisten und -Organisationen?

Die besten Wege für effektiven Aktivismus zu finden. Und unser Geld und unsere Zeit so strategisch wie möglich einzusetzen, um eine Welt zu erschaffen, in der Tiere nicht länger von Menschen ausgenutzt werden.

Du spendest 100 % des Gewinns deines Restaurants an Organisationen wie Animal Equality. Was hat dich dazu gebracht, Little Pine zu eröffnen?

Bodenständiger Aktivismus. Vegane Bücher, Bilder, Videos und Podcasts – sie alle sind bedeutend. Aber ein gemütlicher Ort mit hervorragendem veganen Essen kann den Menschen auf sehr einfache, aber effektive Art und Weise zeigen, wie wunderbar eine vegane Ernährung ist.

Angenommen, du könntest einen Tag mit einer Person deiner Wahl verbringen – egal ob bereits verstorben oder lebendig – wen würdest du wählen und warum?

Jesus. Ich bin zwar kein konventioneller Christ, aber es würde mich interessieren, ob er tatsächlich Gott war. Außerdem gehe ich davon aus, dass er vegan gelebt hat und ich hätte gerne ein paar Rezepte von ihm.

 

 

Interview in Englisch: „Being Vegan Gave Me Clarity and Purpose