Brutale Zwangsernährung von Kälbern für Bio-Milch | Animal Equality Germany

Brutale Zwangsernährung von Kälbern für Bio-Milch

Großbritannien

Animal Equality veröffentlicht heute schockierende Aufnahmen aus dem Bio-Milch-Betrieb Coombe Farm, der die britische Supermarktkette Waitrose beliefert. Das Foto- und Videomaterial zeigt den brutalen Umgang mit Kälbern: Traumatische Trennung, Zwangsernährung, Schläge und Beschimpfungen – all das müssen die Tiere über sich ergehen lassen. Über die erschreckenden Zustände berichteten unter anderem die bekannten britischen Medienplattformen Daily Mail, Mirror und The Independent.

Tierschutz-Ermittler hatten den Betrieb nach einem anonymen Hinweis besucht. Vor Ort filmten sie:

  • Arbeiter, die neugeborene Kälbern mit Plastikschläuchen brutal zwangsernähren
  • einen Arbeiter, der ein Kalb während der Zwangsfütterung zu Boden wirft und dem Tier ins Gesicht schlägt
  • einen Arbeiter, der mit seinem ganzen Gewicht auf einem Kalb steht und dabei “you f**king. . .sh*t” schreit
  • verängstigte Kühe, die ihre Kälber zu beschützen versuchen
  • Kälber, die bis zu 29 Stunden keinen Zugang zu Trinkwasser haben
  • ein neugeborenes Kalb, das an seinen Hinterläufen über den Boden geschleift wird
  • Kälber, die routinemäßig innerhalb von 24 Stunden nach ihrer Geburt von ihren Müttern getrennt werden
  • zahlreiche Kühe, deren Hinterbeine aneinander gekettet sind

Dieser brutale Umgang ist weit von dem idyllischen Bild entfernt, das die Milchindustrie den Konsumenten und Konsumentinnen vor allem hinsichtlich Bio-Produkten vorgaukelt. Die traumatische Trennung von Kuh und Kalb ist jedoch traurige Realität – auch in bio-zertifizierten Betrieben. Die Ermittlungen der Tierschützer haben darüber hinaus gezeigt, dass Coombe Farm noch nicht einmal die Mindestanforderungen im Umgang mit Kälbern einhält. Animal Equality hat das gesammelte Foto- und Videomaterial an die zuständige Tierschutzbehörde RSPCA sowie an die Supermarktkette Waitrose weitergeleitet.

Auch Bio-Labels und Zertifikate können Kühe und Kälber nicht vor Leid bewahren. Wir alle schon. Entscheiden Sie sich noch heute für leckere, pflanzliche Alternativen zu Kuhmilchdie Auswahl war noch nie so groß!