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Stierkampf

Die umstrittene Tradition, die 2013 in Spanien zum immateriellen Kulturgut ernannt wurde und somit unter gesetzlichem Schutz steht, ist ein grausames Spiel. Die Kämpfe werden von der EU subventioniert, wogegen sich immer mehr Stimmen erheben. Aber nicht nur in Spanien, sondern auch in Portugal, Teilen Frankreichs und spanisch beeinflussten Regionen Lateinamerikas wird der tödliche „Sport“ traditionell betrieben.

Während eines Stierkampfes wird ein Stier von einem Stierkämpfer (spanisch = torero) getötet. Der Stierkampf findet in einer Stierkampfarena statt. Meist treten bei einem solchen Event drei toreros und sechs Stiere auf. Die Stiere werden in einer etwa 20-minütigen Tortur gereizt und stark verletzt, bis sie in vollkommener Erschöpfung den Todesstoß erhalten.

Schon vor den Kämpfen wird der Stier verletzt und gequält. Direkt vor dem Auftreten in die Arena werden dem Stier Widerhaken in die Schultermuskulatur gerammt, sodass er in die Arena stürmt. Es wurden auch Fälle aufgedeckt, die zeigten, dass Stieren Vaseline in die Augen gerieben wird, damit sie sich schlechter orientieren können oder dass ihre Hörner abgeschliffen werden, um Verletzungen bei den Stierkämpfern vorzubeugen.

Die Kämpfe bestehen aus drei Teilen. Den Höhepunkt stellt der dritte Teil dar, dessen Ziel es ist, den Stier mit einem Stich mit dem Degen durch die Schulterblätter zu töten. Bis es zu diesem Teil kommt ist der Stier jedoch schon längt schwer verwundet und kann sich kaum noch auf seinen Beinen halten. Zahlreiche Stiche mit bunt verzierten Spießen in Nacken und Rücken schwächen ihn so sehr, dass es ihm nicht mehr möglich ist, den Kopf aufrecht zu halten.

Da der „Todesstoß“ am Ende jedoch oft nicht tödlich ist, kämpft der Stier auch anschließend qualvoll mit dem Tod. Nicht nur die Stiere, sondern auch die Pferde, auf denen die Stierkämpfer reiten, während sie sie verletzen, sind Opfer dieser grausamen Industrie. Jedes Jahr werden etwa 200 Pferde bei Stierkämpfen getötet, die von den panischen Stieren aufgespießt werden.

Diese Vorführungen, die in großen Arenas mit zahlreichen grölenden und applaudierenden Zuschauern stattfinden, existieren nur zur Unterhaltung des Menschen. Dass selbst in Spanien etwa 86% der Bevölkerung die Stierkämpfe ablehnen, hindert die Befürwortenden nicht. Die Folter dieser wehrlosen Lebewesen muss beendet werdet. Stiere haben sind Individuen mit Gefühlen und Bedürfnissen und einem ausgeprägten Schmerzempfinden. Die unvorstellbare Angst und körperliche Tortur, die diese Tiere im Sinne der „Tradition“ erleiden müssen, ist vermeidbar, indem wir uns gegen Stierkampf und für Tierrechte aussprechen.

In Katalonien konnte bereits ein Stierkampfverbot erreicht werden. Dieses wurde 2009 durch ein Volksbegehren mit 180.000 Unterschriften eingeleitet. Auch in San Sebastián (Baskenland) werden vorerst keine Kämpfe mehr stattfinden.

 

 

Stierkampf in Leganés 18/08/2010

 

 

 

Tod eines Stieres in Galápagos 

 

 

 

Stierkampf mit jungen Stieren in Segovia, regionales Fest in San Lorenzo - 10-08-2010

 

 

 

Stierkampf mit jungen Stieren August 2010 - El Escorial (1) 

 

 

 

Tötung des Stieres Moscatel in Tordesillas