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Pferderennen

 
Pferde stehen als Synonym für Eleganz, Anmut und Kraft. Viele Menschen bewundern Pferde, leider häufig ohne zu hinterfragen, wie es den Tieren ergeht. Pferde werden in verschiedenen Disziplinen wie beispielsweise Springen, Dressur oder Pferderennen als Sportgeräte ausgenutzt und regelrecht ausgebeutet. Viele bezahlen durch diese von Menschen gewollten Wettkämpfe mit ihrem Leben.

Doch Hengste, Stuten und Wallache werden nicht gefragt, ob sie Trab- oder Galopprennen laufen oder unnatürliche Bewegungen ausführen möchten. Sie sind sensible und soziale Tiere, die ein Alter von 30 Jahren und mehr erreichen können. Sie leben in Herden zusammen mit ihrer Familie, kümmern sich um ihren Nachwuchs und gehen starke Verbindungen untereinander ein. Innerhalb der Herde beschützen sie sich gegenseitig vor äußeren Angriffen und Raubtieren, sie essen, spielen und legen weite Strecken gemeinsam zurück. Pferde haben so unterschiedliche Charaktere wie wir Menschen, die ihr Leben in Freiheit, zusammen mit ihren Artgenossen verbringen sollten. 

 
Heutzutage werden Pferde geboren, um lebenslang den Interessen der Menschen zu dienen. Pferde werden aus Unterhaltungszwecken, aus Profitgier, als ein Teil einer Sportausrüstung oder sogar für Fleisch ausgenutzt. Doch viele halten es für ganz selbstverständlich, dass Pferde geritten werden und betrachten dies nicht als Ausbeutung, wie es beispielsweise bei der Jagd, Tierversuchen oder der industriellen Massentierhaltung der Fall ist. Das alles geschieht, weil Menschen Pferde dominieren. Wir stellen unsere Interessen vor die der Pferde. Für die Tiere bedeutet das häufig permanenten Stress, Frustration, Hilflosigkeit, Leid und in vielen Fällen sogar den Tod. Doch jedes Tier hat ein Recht auf ein selbstbestimmtes und schmerzfreies Leben.

 

Pferderennen: Auch die Gewinner verlieren immer

„Rennpferde“, häufig Vollblüter, wiegen zwischen 400 bis 500 Kilogramm, doch ihre sensiblen Fußgelenke sind viel zu filigran für ihr Gewicht. Trotzdem werden sie zu Höchstleistungen angetrieben und müssen hohe Geschwindigkeiten zurücklegen – und das mit einem Menschen auf ihrem Rücken. Brechen sie sich ein Bein, werden sie noch auf der Rennbahn durch Euthanasie getötet oder zum Schlachter gebracht, sodass sie noch ein letztes Mal Geld einbringen.  

Ihr ganzes Leben lang sind die Tiere umgeben von Trainern, Tierärzten und Jockeys und werden die meiste Zeit des Tages in dunkle Ställe gesperrt. In dieser Art der Isolation können die Tiere keine arttypischen Verhaltensweisen ausleben, nicht ihrem großen Bewegungsdrang nachgehen und der Kontakt zu Artgenossen fehlt. Sie werden als Sportgeräte betrachtet, die nur profitabel sind, wenn sie funktionieren. Hinzu kommt, dass Rennpferde oft durch ganz Europa gefahren werden, weil sie an hochdotierten Rennen teilnehmen müssen. Bei einigen Galopprennen stehen Millionenbeträge auf dem Spiel, das Wohlbefinden der Pferde spielt oft keine Rolle.

 

Stuten - Das stille Leiden

Doch auch die Stuten, die zur Zucht verwendet werden, müssen schreckliches Leid ertragen. Sie werden immer und immer wieder befruchtet und müssen ein Fohlen gebären, nur damit es ihnen jedes Mal wieder entrissen wird. In diesem endlosen Kreislauf von Besamung, Geburt und Trennung vom Kind leiden sie, bis sie in vielen Fällen durch eine Giftspritze oder im Schlachthaus getötet werden, weil ihre „Produktivität“ nachlässt.

 

Das Training

Sogenannte Rennpferde beginnen ihr Training oft schon im Kindesalter von zwei Jahren oder früher, wenn ihre Knochen noch nicht komplett ausgebildet und sie somit noch zu schwach sind, um diese unerfüllbaren Höchstleistungen zu erreichen, harte Trainingsmethoden über sich ergehen zu lassen oder einen Menschen auf ihrem Rücken zu tragen. Sie leiden auf grausamste Weise, da sie – obwohl noch so jung – von ihren Müttern getrennt aufwachsen und nie die Möglichkeit bekommen, ihre Kindheit und Jugend zu erleben und sich altersgerecht zu verhalten.

 

Die Rennen

Gerissene Sehnen, gebrochene Beine und andere Frakturen gehören zum Alltag und werden von vielen Tierärzten oft fehldiagnostiziert. Das führt dazu, dass die Verletzungen nur schlecht verheilen und die Tiere unter extremen Schmerzen rennen müssen. Eines von zwanzig Tieren kann ein Rennen nicht beenden, weil die Schmerzen, die es dabei durchleiden muss, nicht ertragbar sind.

Zu oft sind diese Verletzungen unheilbar oder irreversibel, doch bei teuren „Rennpferden“ werden den Tieren belastende Medikamente oder Operationen zugemutet, mit dem Ziel, dass die Pferde wieder schnell einsatzbereit sind. Pferde, die nicht mehr antreten können, werden entweder „eingeschläfert“ oder an Schlachter verkauft. Einige landen auch auf engen Transportern und werden Tausende von Kilometern quer durch Europa gekarrt, bevor man ihnen die Kehle durchtrennt. 

 

 

Die wahren Verlierer

Die wenigsten Pferde gehen irgendwann in „Rente“, um auf einem Gnadenhof eines natürlichen Todes zu sterben. Euthanasie (was nur Euthanasie genannt werden kann, wenn das Tier getötet wird, um ihm oder ihr permanentes Leid und Schmerzen zu ersparen) oder Tod im Schlachthof ist es, was die Pferde nach einem Leben voller Aufopferung und Schmerz erwartet.

 

Was kannst du tun?

Nur in Freiheit und umgeben von Artgenossen sind Hengste, Stuten und Wallache wirklich glücklich. Deshalb ist es nur fair, jegliche Art der Benutzung von Tieren abzulehnen, ganz egal wie idyllisch es auf den ersten Blick erscheinen mag. Pferde leiden, wenn man sie zwingt, gegen ihren Willen zu rennen, Gewichte hinter sich herzuziehen, in kleinen Boxen zu stehen, von ihrer Herde getrennt zu sein und über lange Entfernungen transportiert zu werden. Pferde sollten in einer Herde auf großen Wiesen stehen können, wo sie sich ausreichend bewegen und Freundschaften schließen können.

Kläre so viele Menschen wie möglich über das Leid der Tiere auf. Denn viele wissen gar nicht, dass Pferderennen Tierquälerei bedeuten. Du kannst ihnen einfach unseren Text mailen oder auf Facebook über das Leid der Tiere aufklären.