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Jagd

Jagen ist grausam und gesellschaftlich nicht mehr zu rechtfertigen. Millionen Tiere fallen diesem “Sport”, dessen Sinn es ist, empfindsame Lebewesen grundlos zu töten, jährlich zum Opfer. Dieser sogenannte Sport ignoriert die Tatsache, dass alle Tiere, (uns selbst mit eingerechnet) die Fähigkeit haben zu leiden, Schmerz und Freude zu empfinden und dass jeder von uns einen Wert hat, ungeachtet des Nutzens für andere.

Es gibt verschiedene Arten der Jagd, welche sich durch die Größe der gejagten Tiere charakterisiert. Man unterscheidet zwischen Kleinwildjagd, der üblicherweise Rebhühner, Hasen, Kaninchen, Vögel und Rehe zum Opfer fallen und Großwildjagd, in welcher größere Tiere gejagt und getötet werden. In Deutschland handelt es sich dabei meistens um Wildschweine und Hirsche, doch auch andere Spezies werden angegriffen und getötet.

In Jagdkreisen spricht man oft vom “guten Jäger”, der die Natur respektiert, sich um seinen Hund kümmert und ihn umpflegt und der niemals kranke, schwache oder seltene Tiere tötet und vom “bösen Jäger”, der wahllos tötet, sich seiner Hunde entledigt, sobald sie nicht mehr nützlich für ihn sind, und keinen Respekt vor der Natur hat. Beide haben jedoch eines gemeinsam - das Erschießen von harmlosen Tieren aus Spaß - und wie wir sehen werden, ist keine der beiden Arten zu rechtfertigen.

 

Argumente zur Verteidigung der Jagd:

 

Jagd respektiert die Natur

Zu sagen, dass Jagen die Natur respektiert, heißt in anderen Worten, dass die Tiere, die gejagt werden, keinen Wert haben und dass ihr Leid und ihre Schmerzen nicht relevant sind, da sie nicht zu einer seltenen oder bedrohten Tierart gehören. Dieser Argumentation zufolge, haben Tiere nur dann einen Wert, wenn sie einen bestimmten Zweck erfüllen. Das ignoriert vollkommen die Tatsache, dass Tiere (uns mit einbegriffen) leidensfähige Wesen sind, die ihr Leben genießen wollen und einen inhärenten Wert haben, ungeachtet des Nutzens für andere.

Jagen macht Spaß

Vielleicht kann eine Aktivität wie das Jagen, für die, die sie ausüben Spaß bedeuten, doch einem anderen Wesen aus Spaß das Leben zu nehmen, kann in keinster Weise gerechtfertigt werden. Genau wie im Fall von Zirkussen, Zoos, Aquarien und Stierkämpfe: Unsere Unterhaltung rechtfertigt nicht das Leid und den Tod anderer.

Tiere jagen sich gegenseitig

Andere Tiere zeigen vielleicht ein bestimmtes Verhalten in der Natur, doch das rechtfertigt nicht, dass wir das Gleiche tun. Es gibt Tiere, die ihre eigenen Jungen fressen, doch das rechtfertigt sicher nicht Kannibalismus. Diejenigen von uns, die über die Konsequenzen ihrer Taten nachdenken können, sind verantwortlich für das, was sie tun und sollten die Interessen anderer Individuen auf faire und angemessene Weise berücksichtigen. Deswegen muss die Jagd abgeschafft werden.

Sie sterben doch sowieso

Die Tatsache, dass jemand auf natürliche Weise sterben wird, ist keine Rechtfertigung zum Mord. Wir werden alle eines Tages sterben, doch das bedeutet nicht, dass andere das Recht haben uns unser Leben zu nehmen. Die Jagd hat tausende von Todesopfern jedes Jahr. Wir können die Natur auf so viele verschiedene Arten genießen, ohne andere dabei zu verletzen. Lassen Sie nicht zu, dass für Ihre Unterhaltung andere Tiere leiden und sterben müssen!