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Fischerei

Durch das Fischen werden jährlich Milliarden Tiere getötet. Es ist praktisch unmöglich, an genaue Daten zu gelangen, die die exakte Anzahl getöteter Individuen angeben, da Fische in Tonnen gemessen werden und nicht nach individueller Anzahl der Tiere. Jeder Fisch ist ein einzigartiges Wesen mit einer Persönlichkeit und möchte sein Leben in Freiheit genießen und nicht leiden und Schmerz empfinden müssen.

 

Empfindsame Wesen?

Trotz der Unterschiede, die auf den ersten Blick zwischen Fischen und anderen Tieren bestehen – was viele glauben lässt, dass Fische nicht fähig wären, Gefühle zu empfinden – ist mittlerweile durch viele wissenschaftliche Studien bewiesen worden, dass Fische anatomisch, biologisch und physisch auf gleiche Weise Schmerz und Freude empfinden können wie zum Beispiel Vögel, Reptilien oder Säugetiere. Fische verfügen über ein Nervensystem, das sie Leid und Freude wahrnehmen und auf die Schmerzen reagieren lässt. Außerdem sind sie, genauso wie andere Tiere, mit Neurotransmittern ausgestattet, ganz ähnlich den Endorphinen in unserem Körper. Endorphine sind die Antwort auf Leid und werden einzig zur Schmerzlinderung ausgeschüttet. Zweifellos sind Fische also Individuen, die Interessen haben. Mittlerweile wissen wir auch, dass Fische über ein Langzeitgedächtnis verfügen, dass sie komplexe soziale Beziehungen zu anderen Fischen aufbauen können und dass sie ein räumliches Vorstellungsvermögen haben, welches es ihnen ermöglicht, sich anhand kognitiver Karten in den Weiten des Wassers zurechtzufinden und sich anhand von Geräuschen, Gerüchen, dem Lichteinfall und anderen äußerlichen Merkmalen zu orientieren. Das zeigt deutlich, dass Fische Individuen mit eigenen Bedürfnissen sind. Trotzdem fallen immer noch Milliarden von ihnen der Fischindustrie und “Sportanglern” zum Opfer.

 

Kommerzielle Fischerei

Dem kommerziellen Fischen fallen jedes Jahr Milliarden von Fischen zum Opfer. Diese Form der Ausbeutung hat wahrscheinlich jährlich die meisten Tiere auf dem Gewissen. Heutzutage wird die kommerzielle Fischerei mit großen Seefahrzeugen betrieben, welche Fischschwärme aus mehreren Kilometer Entfernung ausfindig machen können. Die Fische erleiden einen langsamen und qualvollen Tod, wenn sie in riesigen Fischernetzen aus ihrer Meeresumgebung gerissen und brutal durch die Wasseroberfläche gezogen werden, wo sie langsam und qualvoll ersticken. Doch die Fischindustrie fängt nicht nur die Tiere, die sie hinterher verkaufen wird. In den riesigen Netzen verfangen sich auch tausende anderer Tiere, wie Wale, Haie, Schildkröten, Vögel und andere Fischarten. Dieser sogenannte “Beifang” wird dann tot oder so schwer verletzt, dass kaum Überlebenschancen bestehen, zurück ins Meer geworfen.

 

„Fischfarmen“

Es gibt Fischfarmen sowohl auf dem Land als auch im Meer. An Land werden sie in Betonbecken gehalten, im Meer sind sie in großen Netzen zusammengepfercht. In beiden Fällen müssen die Tiere schreckliches Leid ertragen, da es ihnen verwehrt wird, sich frei zu bewegen und die Tiere eng zusammengedrängt werden, um Platz zu sparen. Die verheerenden Konsequenzen kommerzieller Fischerei werden deutlich, wenn man bedenkt, dass 90% des Großfischbestands in den letzten 50 Jahren ausgerottet wurden. Deshalb werden viele Fische heutzutage in Fischfarmen gezüchtet und gemästet, ohne dass in Betracht gezogen wird, dass die Fische, die dort geboren und getötet werden, Individuen mit eigenen Bedürfnissen und Interessen sind. Wir sollten dabei auch nicht vergessen, dass die Sorge um die Ausrottung der Fische in Wirklichkeit die Sorge um eine Erschöpfung der Ressourcen für den menschlichen Verzehr ist, und nicht etwa die Interessen der Tiere berücksichtigt werden. Es soll sichergestellt werden, dass immer Fische für den Verbrauch durch den Menschen vorhanden sind. Die BefürworterInnen von Fischfarmen sehen die Fische als nichts weiter als Nahrung an. Andere Wesen umzubringen, um sie zu essen, ist unrechtmäßig, egal wo dies passiert.

 

Angeln

Angeln vermittelt oft das Bild eines idyllischen Zeitvertreibs; ruhiges Warten an friedlichen Flussufern oder am Meer, während man die Stunden verstreichen lässt. Doch die Wahrheit ist, dass Angeln als “Sport” ebenso wenig idyllisch für die Fische ist, wie andere Arten des Fischfangs. Fische, die auf diese Art und Weise gefangen werden, ersticken qualvoll nachdem sie aus dem Wasser gezogen werden und erleiden schlimmste Verstümmelungen, wenn sich der Angelhaken durch ihre sensiblen Mundpartien rammt. Die Fische hinterher wieder ins Wasser zu werfen, verurteilt sie in den meisten Fällen auch zu einem sicheren Tod, da die Verletzungen, die sie durch die Angelhaken und den Mangel an Wasser zum Atmen erleiden mussten, oft zu groß sind. Alle Wesen zu respektieren, bedeutet auch Fische zu respektieren. Eine vegetarische Ernährungsweise, die den Konsum von Fisch erlaubt, ist für den Tod tausender fühlender Wesen mitverantwortlich. Dabei ist es ohne Probleme möglich, sein Leben zu genießen, ohne andere dabei zu verletzen - indem man allen Tieren erlaubt, ihr Leben zu leben ohne dem menschlichen Zweck zu dienen.