So leiden Kälber für Milch: Tierschutzverstöße in Zulieferbetrieb von Marks & Spencer | Animal Equality Germany

So leiden Kälber für Milch: Tierschutzverstöße in Zulieferbetrieb von Marks & Spencer

Großbritannien
Animal Equality veröffentlicht heute Aufnahmen aus einem Milchbetrieb in Großbritannien. Der Betrieb beliefert eines der größten britischen Einzelhandelsunternehmen, Marks & Spencer. Das Unternehmen rühmt sich damit, die höchsten Tierwohl-Standards des Landes zu bieten.

Die Aufnahmen zeigen bis zu sechs Monate alte Kälbchen, die in Einzelboxen gehalten werden. Viele der Tiere sind bereits viel zu groß für die engen Boxen: Sie können sich kaum bewegen und stoßen mit ihrem Rücken immer wieder an den scharfkantigen Boxeneingang.

Eigentlich sieht das britische Tierschutzgesetz anderes vor, da Kälber vor allem eines brauchen: viel Bewegung und Kontakt zu ihren Artgenossen. Deswegen ist die Haltung der Tierkinder in Einzelboxen auf maximal 8 Wochen nach ihrer Geburt beschränkt. Dennoch fand unser Ermittlerteam in diesem Betrieb Kälbchen im Alter von bis zu sechs Monaten in solchen Boxen vor.

Kühe und ihre erst wenige Tage alten Kälber zu trennen, ist übliche Praxis in der Milchindustrie überall auf der Welt – auf die enge Bindung zwischen Mutter und Neugeborenem wird hier keine Rücksicht genommen.

Das britische Tierschutzgesetz sieht jedoch vor, dass die Kälbchen ab dem Alter von acht Wochen in Gruppen gehalten werden, um ihr starkes Bedürfnis nach Nähe und Gesellschaft zu stillen.

Rund 1000 Kälbchen werden in dem Betrieb in East Chaldon, Dorset, gehalten. Der Betrieb gehört J.F. Cobb & Sons. Laut Website beliefern jene das britische Einzelhandelsunternehmen Marks & Spencer unter Berücksichtigung besonders hoher Tierschutzstandards.

Unser Team in Großbritannien hat die Aufnahmen an die Öffentlichkeit gebracht, um Marks & Spencer dazu zu bewegen, nicht länger mit diesem Betrieb zusammenzuarbeiten. Außerdem rufen wir Einzelhandel und Supermärkte dazu auf, keine Toleranz walten zu lassen, wenn Zulieferbetriebe das Tierschutzgesetz verletzen.

Wir werden über die weiteren Entwicklungen in Großbritannien berichten.

 

 

Der einfachste Weg, Kühen und ihren Kälbern zu helfen ist, Milch und Milchprodukte durch tierfreundliche Optionen zu ersetzen. Mittlerweile gibt es unzählige Alternativen zu herkömmlicher Kuhmilch. Auf unserer Webseite finden Sie ein paar der leckersten: 5 Milchalternativen, die besser sind als Kuhmilch.

Damit diese wundervollen, sensiblen Tiere nicht mehr in Einsamkeit leben müssen.