So klimaschädlich ist Rindfleisch wirklich | Animal Equality Germany

So klimaschädlich ist Rindfleisch wirklich

Deutschland
Rindfleisch gilt mittlerweile gemeinhin als Klimakiller. Aber wie schädlich ist es genau? Eine Überblicksstudie von der Universität Oxford zeigt die wahre Umweltbelastung von Rindfleisch.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Tierprodukte nicht nur erhebliches Leid, sondern auch jede Menge Schadstoffe verursachen. Anfang Oktober veröffentlichten Wissenschaftler der Universität Oxford in Zusammenarbeit mit einem internationalen Expertenteam eine große Überblicksstudie. Im Fokus: Rindfleisch. Wie groß ist also die Belastung für die Umwelt durch Steak etc.?

Die Studie zeigt, dass mehr als ein Viertel der Landfläche der Erde derzeit als Weideland für Rinder und andere sogenannte Nutztiere dienen muss. Das ist besonders dann ein echter Klimakiller, wenn die Industrie dafür Wälder rodet – und häufig sind es eben auch die wertvollen Regenwälder. Insgesamt geht so ein Siebtel der jährlichen Treibhausgas-Emissionen durch uns Menschen aufs Konto der Tierindustrie. In Zahlen: 7,1 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent (Äquivalent bedeutet hier: CO2 ist das bekannteste Treibhausgas, weshalb es als Grundlage für die Umrechnung von unterschiedlich starken Treibhausgasen, wie Methan oder Lachgas, verwendet wird). Der jährliche Ausstoß von Treibhausgasen liegt nach dem jüngsten, 2013 veröffentlichten Bericht des Weltklimarats IPCC bei 49 Milliarden Tonnen.

Und die Rinder? Die meisten von der Tierindustrie verursachten Emissionen werden durch Rinder ausgestoßen: 65 % gehen auf ihr Konto. Wenn man alle Wiederkäuer mit Schafen und Ziegen betrachtet, sind es schon 80 %.

Diese 7,1 Milliarden Tonnen CO2-Äquivalent setzen sich aus den Emissionen zusammen, die durch Verdauung, Düngung und Produktion von Futter entstehen. Die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, berechnete diesen CO2-Ausstoß für die Tierindustrie genauer. Der größte Faktor: 40 % der Emissionen entstehen durch die Verdauung von Wiederkäuern. Weitere 25 % durch die Verwendung von deren Dung, 10 % durch für die Veränderung des Bodens und nochmal 13 % für die Fütterung der Tiere.

Forscher erproben derzeit zwar verschiedene Ansätze, um die Emissionen der Wiederkäuer zu senken, aber diese Versuche sind nicht viel mehr als Kosmetik. Einzig effektiver Weg, die Umweltbelastung zu senken, ist ein Ende der Massentierhaltung.

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