Neue Studie des Umweltbundesamts: Massentierhaltung lässt Trinkwasser teurer werden | Animal Equality Germany

Neue Studie des Umweltbundesamts: Massentierhaltung lässt Trinkwasser teurer werden

Deutschland

Die industrielle Tierhaltung trägt zu einem großen Teil zur Wasserverschmutzung bei. Der Einsatz von Dünger, Gülle, Pestiziden und Antibiotika in der Massentierhaltung verunreinigt das Grundwasser sowie naheliegende Gewässer – die Nitratbelastung ist besonders in Regionen mit viel Tierhaltung sehr hoch. Eine neue Studie des Umweltbundesamtes macht deutlich, dass das die Verbraucher künftig teuer zu stehen kommen könnte: um bis zu 45% könnten sich die Kosten für Trinkwasser in den kommenden Jahren erhöhen.

Warum? Weil die Aufbereitung des mit Nitrat verseuchten Wassers immer teurer wird. "Insgesamt könnte die Aufbereitung des Trinkwassers zwischen 580 und 767 Millionen Euro pro Jahr kosten, wenn es keine spürbaren Maßnahmen zur Senkung der Nitratwerte gibt", zitiert das journalistische Portal CORRECTIV das Umweltbundesamt. Die Aufbereitung des Trinkwassers ist deshalb so wichtig, da das enthaltene Nitrat gesundheitsschädigend ist. Und es scheint so, als ob Deutschland seit Jahren viel zu wenig gegen die Nitratbelastung unternimmt.

Bereits 2016 hatte die EU deswegen vor dem Europäischen Gerichtshof gegen die Bundesrepublik geklagt. Getan hat sich seitdem wenig. CORRECTIV sieht vorallem das Bundeslandwirtschaftsministerium als Reformenbremse: "2012 weigerte sich die Bundesregierung, Subventionen an Großbetriebe zu kürzen, wie von der EU-Kommission vorgeschlagen. Das geht aus einem internen Bericht über eine Sitzung des EU-Agrarrates am 26. April 2012 hervor. Davon profitieren auch Massentierhalter, die zusätzlich Flächen bewirtschaften", heißt es.

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Quellen:

Bundesumweltministerium (6. Juni, 2017). "Wieviel zahlen Trinkwasserkunden für die Überdüngung?"

correctiv (10. Juni, 2017). "Gülle macht das Trinkwasser teurer".