Diese Tiere haben versucht, der Lebensmittelindustrie zu entkommen | Animal Equality Germany

Diese Tiere haben versucht, der Lebensmittelindustrie zu entkommen

Deutschland
Kein Tier will sterben. Tiere, die in der Lebensmittelindustrie geboren werden, sind sensibel und klug. Sie ahnen, was sie erwartet.

Am 15. November 2016 kollidierte ein Transporter in Michigan (USA), in dem sich 2.200 Schweine befanden, bei starkem Nebel mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Ein Fahrer wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Zwanzig Ferkel starben. Die anderen Schweine nutzten die Gelegenheit und flohen auf die umliegenden Felder und Wiesen. Doch obwohl sie es den Feuerwehrleuten, Landwirten und Anwohnern nicht leicht machten und immer wieder versuchten zu entkommen, waren alle Tiere nach zwei Stunden eingefangen und in andere Fahrzeuge getrieben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: ©Holland Sentinel

Ähnliche Vorfälle ereignen sich immer wieder überall auf der Welt. Wie im vergangenen Oktober nahe Toronto, Kanada. Eines der Schweine im Bild wurde dabei verletzt, das andere versucht es zu trösten. Mitarbeiter des ortsansässigen Lebenshofs Happily Ever Esther Farm Sanctuary boten an, die beiden aufzunehmen, doch die Behörden lehnten ab und töteten sie stattdessen. Die anwesenden Tierschützer mussten mitansehen, wie diesen liebenswerten Tieren das Leben genommen wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: ©Andrea White/Happily Ever Esther Farm Sanctuary

Im Mai wurden zwei junge Rinder in Bayern erschossen, nachdem sie auf dem Weg zum Schlachthof ausgebrochen waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: ©Armin Weigel/DPA

Und auch die Geschichte von Manny, der um sein Leben schwamm, bewegte die Herzen von vielen Menschen, als er nach 24 Stunden Verfolgungsjagd eingefangen und zum Schlachthaus gebracht wurde.

Die Fleischindustrie hält vieles verschlossen. Selten ist auf den Autobahnen ein Tiertransporter zu sehen, denn die meisten fahren nachts. Das Bewusstsein dafür, was den Tieren bevorsteht, wird oft erst dann geweckt, wenn sie nach einem Verkehrsunfall für alle Leute sichtbar die Freiheit suchen.

Bricht ein Tier aus, wie dieses Lamm in Chicago, fiebern die Menschen mit und hoffen, dass es dem Schlachthaus entkommt. Dann sehen sie nicht das Schnitzel, die Bratwurst oder den Schinken, sondern das Tier selbst und fühlen mit ihm. Doch im Supermarkt wird das Tier für den Großteil der Bevölkerung wieder zum bloßen Produkt, tot und abgepackt ist die Angst des sensiblen Tieres abstrakt und nicht mehr greifbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: ©Reuters

Sie hoffen bei jedem Fluchtversuch auf ein glückliches Ende, wie in dem Fall von Freddie? Dann ziehen Sie bitte in Erwägung, Tiere von Ihrer Speisekarte zu streichen. Bei Love Veg erhalten Sie vier Wochen lang kostenlos Tipps zur pflanzlichen Ernährung und viele bunte, leckere Rezepte.

 

 

Quellen:

[1] Holland Sentinel: Pigs Escape in Allegan County Crash

[2] CBC: Pigs that survived Burlington truck crash were still slaughtered

[3] ABC 7 Chicago: Runaway Lamb Escapes Slaughterhouse

Header: Andrea White/Happily Ever Esther Farm Sanctuary