Fischige Fakten: Warum Sie lieber auf Fisch verzichten möchten | Animal Equality Germany

Fischige Fakten: Warum Sie lieber auf Fisch verzichten möchten

Deutschland
Wie oft haben Sie schon Leute sagen hören, dass sie Vegetarier sind, aber doch ab und zu Fisch essen? Denn Fisch sei „so gut für uns“? Die Fakten zeigen allerdings, dass diese Behauptung ziemlich fragwürdig ist.

Unsere Ozeane werden in zunehmendem Maße durch Plastik und PCB vergiftet. Diese schädlichen Bestandteile werden von kleinen Fischen und von Plankton aufgenommen, und dann wandern sie durch die Nahrungskette hinauf zu größeren und länger lebenden Fischen. Genau jene, die wir tonnenweise konsumieren. Wenn die Chemikalien erst einmal von den größeren Fischen gegessen und im Körper aufgenommen sind, erreicht ihre Konzentration ein Ausmaß, das auch für Menschen schädlich sein kann. Einige Fische, beispielsweise Thunfisch, Schwertfisch und Königsmakrele, enthalten außerdem hohe Mengen an Quecksilber: ein weiteres potenzielles Gesundheitsrisiko für den menschlichen Verzehr.

Eine Studie der Universität Plymouth aus dem Jahr 2016 fand Plastik in einem Drittel der in Großbritannien gefangenen Fische, einschließlich Kabeljau, Schellfisch, Makrele und Schalentiere. Und eine Studie aus diesem Jahr an der Universität Gent berechnete, dass eine Person, die regelmäßig Schellfisch isst, pro Jahr 11.000 Plastikteile aufnimmt, die sich mit der Zeit im Körper ansammeln. Im Jahr 2011 hatten 83% der Kaisergranaten, deren Schwänze für Scampi verwendet werden, Mikroplastik aufgenommen, ebenso wie 63% der Nordseegarnelen, die man in Schottland, im Ärmelkanal und in den südlichen Regionen der Nordsee untersuchte.

Die vielleicht traurigste Berechnung ist die, dass im Jahr 2050 vermutlich mehr Plastik in den Ozeanen schwimmen wird als Fisch.

Dabei geht es nicht nur um wilden Fangfisch. Billionen Wildfische werden an Zuchtfische verfüttert. Neben dieser potenziell vergifteten Nahrung bekommen Zuchtfische, genau wie andere Tiere in der Lebensmittelproduktion, außerdem Antibiotika, um Krankheiten zu vermeiden. Trotzdem sind Krankheiten sehr verbreitet aufgrund des Lebens in engen Behältern und schmutzigen Verhältnissen. Fischlausbefall kommt sehr häufig vor, manchmal sieht man ihn sogar auf Fischen in Supermärkten.

Doch wie steht es um die so oft beschworenen guten Bestandteile in Fisch, wie etwa Omega 3? Zum Glück ist Omega 3 in vielen veganen Produkten vorhanden, ohne die Risiken des Fischverzehrs. Zum Beispiel in Rapsöl, Spirulina-Pulver, Leinsamen, Walnüssen und Chiasamen. Wenn Sie sich vegan ernähren, bekommen Sie wahrscheinlich ausreichend Omega 3, ohne überhaupt darüber nachzudenken, und daneben natürlich all die anderen guten Bestandteile in pflanzlichen Nahrungsmitteln.

Und es gibt noch mehr gute Nachrichten. Heutzutage gibt es immer mehr tierfreundliche Optionen. Leckeres fischfreies Sushi – zum Beispiel mit Avocado, Gurken, Papaya, Mango, Kürbis oder Pilzen – sowie pflanzliche Fischalternativen können ganz sicher jeden Heißhunger auf Fisch stillen. Warum also nicht diese intelligenten, schönen Tiere vom Stress und der Quälerei des Fischfangs und der Fischzucht verschonen, ganz zu schweigen von den Millionen anderen Meereslebewesen, die jedes Jahr als Beifang in den Fischernetzen enden? Warum nicht einmal eine Fischalternative probieren? Sie werden es bestimmt nicht bereuen.