Ein Leben im Käfig | Animal Equality Germany

Ein Leben im Käfig

Mexiko
Als erste Tierrechtsorganisation zeigt Animal Equality Aufnahmen aus Legehennenbetrieben in Mexiko.

Als erste Tierrechtsorganisation zeigt Animal Equality Aufnahmen aus Legehennenbetrieben in Mexiko. Die umfangreiche Recherche wurde im Bundesstaat Jalisco durchgeführt – ein Großteil der in Mexiko produzierten Eier stammt aus dieser Region. 95 Millionen Hennen fristen hier ein trostloses Dasein unter unvorstellbar grausamen Bedingungen. Die Aufnahmen von Animal Equality zeigen:

  • Hennen, die in viel zu engen Käfigen gehalten werden
  • erzwungene Mauser durch tagelangen Nahrungs- und Wasserentzug
  • kranke Hennen, die keinerlei medizinische Versorgung erhalten
  • schmerzhafte Schnabelkürzungen
  • bewegungsunfähige und verwundete Tiere in den Käfigen
  • tote Hennen in den Betrieben

Dulce Ramírez, Koordinatorin von Animal Equality in Mexiko, bestätigt: “Mexiko ist der größte Konsument von Eiern weltweit. Mehr als 90% der hier gehaltenen Legehennen leben in Käfighaltung. Unsere Ermittler wurden Zeuge von einigen der grausamsten Praktiken in der Eierindustrie, wie dem Schnabelkürzen und der erzwungenen Mauser durch tagelangen Nahrungs- und Wasserentzug. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wie Eier in diesem Land produziert werden. Diese Praktiken sind zwar rechtlich zulässig, ethisch jedoch vollkommen inakzeptabel.

 

Schnabelkürzen

Das Schnabelkürzen erfolgt bereits kurz nach dem Schlüpfen bei allen Küken, die später einmal als Legehennen Eier produzieren müssen.

Dabei werden die sehr empfindsamen Schnabelspitzen der Tiere mit einer heißen Klinge oder einem Laser abgetrennt. Dadurch soll vermieden werden, dass die Hennen sich später gegenseitig verletzen, was (besonders in der extrem beengten Käfighaltung) aufgrund von Stress und Frustration immer wieder vorkommt.

Induzierte Mauser

Die induzierte Mauser (das erzwungene Abwerfen des Federkleids) dient der Steigerung der Eierproduktion und erfolgt durch gezielten Nahrungs- und Wasserentzug, der mehrere Tage andauern kann.

Um den Legezyklus einer Henne über eine Legeperiode hinaus zu verlängern, erzwingt man eine Mauser, da die Tiere während dieses Prozesses ihre reproduktiven Organe erneuern. Mit einer erzwungenen Mauser können Hennen doppelt oder dreimal so lange Eier legen wobei die Legeleistung in etwa gleich bleibt.

 

Diese beiden Praktiken gehören zu den grausamsten in der Eierindustrie. Javier Moreno, Mitbegründer von Animal Equality, bekräftigt: “Unser Ziel ist es, die Käfighaltung abzuschaffen und so auch all die unvorstellbar schmerzhaften Praktiken, die mit ihr einhergehen.” In Deutschland ist die Käfighaltung bei Hühnern seit 2010 zwar verboten, die sogenannten Kleingruppenkäfige, die nur unwesentlich größer sind, sind jedoch bis 2025 weiterhin erlaubt. Und auch in vermeintlich “besseren Haltungen” leiden die Tiere, wie unsere Recherchen immer wieder gezeigt haben. [1] [2] Nur wenn wir Eier durch pflanzliche Alternativen ersetzen, können wir sicher sein, dass wir nicht zum Leid der Hennen beitragen.

Auf unserer Webseite erfahren Sie, wie das geht.