Animal Equality enthüllt erneut grausame Zustände in Stopfleberbetrieben | Animal Equality Germany

Animal Equality enthüllt erneut grausame Zustände in Stopfleberbetrieben

Aragonien
Spanien
Neue Recherche in der Stopfleberindustrie: Animal Equality dokumentiert erneut das Leid der Enten. Erschreckende Bilder und Videos zeigen die schrecklichen Zustände im zweitgrößten Stopfleberbetrieb Spaniens.

Animal Equality veröffentlicht am Freitag, 23. November eine weitere Stopfleber-Recherche, diesmal von dem Betrieb Caracierzos, dem zweitgrößten Stopfleberproduzenten Spaniens. Es wurden Verstöße gegen geltende Richtlinien und enormes Tierleid dokumentiert. Dies ist die vierte Recherche, die Animal Equality 2012 über die Stopfleberindustrie veröffentlicht. Zuletzt wurden Recherchen aus Katalonien, dem Baskenland und aus Südfrankreich veröffentlicht.

Diesmal wurde der Stopfleberbetrieb „Caracierzos SL“ in der Stadt Santa Eulalia del Campo im Nordosten Spaniens besucht. Er beliefert die Firmen Martiko und Collverd. Das Unternehmen Collverd wird von Jordi Terol geleitet, dem derzeitigen Vizepräsidenten der europäischen Vereinigung "EURO FOIE GRAS".

 

Untersuchungsergebnisse der Recherche


Während dieser Recherche dokumentierte Animal Equality den Prozess der Ausbeutung der Enten für die Stopfleberherstellung im Betrieb Caracierzos vom Moment der Ankunft der gerade ein paar Tage alten Enten bis zu den Umständen, unter denen sie zwangsernährt und anschließend getötet werden.

Unser Rechercheteam hat mittels Video-und Photoaufnahmen das Leid, das die Tiere in diesem Betrieb ertragen müssen, aufgezeichnet. Unter anderem haben wir Folgendes dokumentiert:

• Eine in Blut getränkte Ente, deren Schnabel gebrochen war, blieb mehrere Tage ohne ärztliche Versorgung. Dies wurde an drei verschiedenen Tagen mit Fotos festgehalten.

• Enten mit Augeninfektionen.

• Enten, die versuchten aus den Einzelkäfigen zu entkommen, in die sie gesperrt waren und in denen sie große Schwierigkeiten hatten, sich zu bewegen.

• Enten, die sich ständig wiederholende Verhaltensweisen in den Käfigen zeigten, was ein mögliches Anzeichen für Stress ist.

• Enten mit Atembeschwerden.

Tote Enten innerhalb und außerhalb der Käfige und sogar eine tote Ente, deren Kopf in der Tränke lag.

 

► Achtung: Das folgende Video zeigt Bilder extremer Gewalt.

 

 

Strafanzeigen


Überdies, stellen die Ermittler folgende Ordnungsverstöße fest, die bei den zuständigen Behörden angezeigt worden sind:

• Hinweise darauf, dass die Tiere von tierärztlicher Seite vernachlässigt werden. Die Ermittler dokumentierten wiederholt verschiedene gesundheitliche Probleme der Tiere.

• Mastanlagen, die kein Luftfiltersystem und/oder keine Fenster haben. Die Tiere werden in Plastikkonstruktionen gefangen gehalten, in die kein Tageslicht eintreten kann.

• Mastanlagen, die keine Tröge und keine Tränken haben, die dafür ausgelegt sind, Krankheitsübertragungen zu verhindern.

• Mastanlagen, die keine geeignete Ausrüstung und Kontrollen zur Reinigung und Desinfektion von Fahrzeugen, die auf die Anlagen fahren und diese verlassen, besitzen.

Es ist außerdem wichtig zu unterstreichen, dass Caracierzos die Enten während der Mast in Einzelkäfigen gefangen hält, eine Praxis, die europäische gesetzliche Regelungen ausdrücklich verbieten. Diese Gesetzwidrigkeit wurde von Animal Equality im August 2012 bei den zuständigen Behörden angezeigt.

 

Auswirkungen der Recherchen von Animal Equality


Wir erinnern daran, dass am 17. Oktober acht EU- Abgeordnete in Brüssel das europaweite Verbot von Stopfleber verlangt haben. Diese Initiative stützte sich auf Material der Recherchen von Animal Equality in verschiedenen Stopfleberbetrieben in Spanien und Frankreich.

Weiterhin hat aufgrund der Recherche von Animal Equality die größte Supermarktkette in Italien, COOP, die 1471 Verkaufsstellen betreibt, uns am 31. Oktober berichtet, dass sie beschlossen haben, den Verkauf von Stopfleber einzustellen.

Wir unterstützen diese Initiativen und fordern ein europaweites Verbot von Stopfleber!

Animal Equality ist eine internationale, gemeinnützige Tierrechtsorganisation, die derzeit in Großbritannien, Italien, Spanien, Venezuela, Indien, Mexiko und Deutschland aktiv ist. Unsere Recherchen in Stierkampfarenen, Nerzfarmen, Schweinefarmen und anderen Orten der Tierausbeutung sind in renommierten internationalen Medien, wie BBC, The Times und Il Corriere della Sera auf Resonanz gestoßen.

 

Bericht der Recherche


 

 

Pressekontakt


Hendrik Haßel

Telefon: (+49) 152 11 947 904

E-Mail: hendrikh@animalequality.de