Der Hunde- und Katzenfleischhandel in China

China
Neue bisher unveröffentlichte Bilder der Recherche von Last Chance for Animals und Animal Equality im chinesischen Hunde- und Katzenfleischhandel erschüttern die europäische Öffentlichkeit.

Wir ermittelten zum einen in den Märkten von Three Birds Dali in Nanhai, Foshan (in der Region Guangdong) in denen Hunde und Katzen verkauft werden, sowie in zwei Zucht- und mastbetrieben und in einem Schlachthof. Besagte Recherche ist Teil der „Leben statt Leiden“ Kampagne, die wir im April dieses Jahres initiiert haben, um den grausamen Katzen- und Hundefleischhandel in China zu beenden.

Obwohl uns Sicherheitsleute verfolgten und daran hindern wollten, die Entladung der Tiere aus den LKWs mit anzusehen, gelang es uns dennoch zu beobachten wie Tausende von ihnen, eingepfercht in winzigen Käfigen, in riesigen LKWs zu den Märkten gebracht wurden.

 
Hunde, Katzen und Kaninchen werden oft mitten in der Nacht von den LKWs entladen und ihre Käfige, in denen sie eingesperrt sind, dabei achtlos vom LKW heruntergeworfen. Der Aufprall auf den Boden ist so heftig, dass viele der Tiere sich dabei die Knochen brechen.

Einige schwangere Katzen bekommen ihre Jungen während des Transports in den engen Käfigen. Die Kleinen, gerade erst das Licht der Welt erblickt, überleben meist nicht lange. Beim brutalen Entladen der Käfige fallen viele von ihnen durch die Gitter und werden beim Aufprall lebendig zerquetscht. Ihre toten Körper bleiben dann auf dem Asphalt zurück.

 

Besichtigung einer Hundezucht in Shandong


Um hautnah zu erleben wie der Handel mit Hundefleisch in China funktioniert, besuchten wir eine Hundezucht in Shandong (Jining) wo Welpen ihres Fleisches und Felles wegen gezüchtet werden. Es gelang uns Zutritt zu zwei Hallen in dem Betrieb in Shandong zu bekommen: eine, in der ausgewachsene Hunde untergebracht waren und eine voller Hundewelpen.

 

In der ersten Halle befanden sich mehrere Hütten in denen bis zu 10 große Hunde untergebracht waren (Alaskan Malamutes, Galgos, u.a.). Diese Hunde werden zu Züchtungszwecken gehalten.

In der zweiten Halle - der Aufzuchtshalle - zählten wir an die 150 Welpen, die meisten von ihnen gerade einmal ein paar Wochen alt. Bis zu 13 Welpen waren in einem einzigen, winzigen Käfig zusammengepfercht. Die Kleinen können sich darin kaum bewegen.

 

Wie man uns in dem Betrieb mitteilte, werden die Welpen im Alter von gerade einmal 3 Wochen an andere Betriebe verkauft, wo sie gemästet werden, bis sie das gewünschte Schlachtgewicht erreicht haben. Sobald dies der Fall ist, werden die Kleinen in dem Betrieb oder in einem Schlachthaus getötet. Jeder Welpe wird für rund 200 Yuan (circa 25 Euro) verkauft.

 

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Besuch eines Mastbetriebs in Jiaxiang


In diesem Hundemastbetrieb in Jiaxiang konnten wir beobachten, wie bis zu 10 Welpen in einem winzigen Käfig gehalten wurden. Wir entdeckten weitere 60 ausgewachsene Hunde in anderen Käfigen. Die Tiere werden gemästet, bis sie ein Gewicht von mindestens 90 Kilo erreicht haben und danach für den Fleischkonsum verkauft.

 

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Hundeschlachthof in Zhanjiang


Während unserer Recherchearbeit besuchten wir auch einen Hundeschlachthof in einem Viertel von Zhanjiang. Hier werden bis zu 15 Hunde täglich getötet. Die Tiere werden in fensterlosen Zimmern gehalten, ohne Wasser oder Futter, bis zu dem Zeitpunkt ihres Todes. Brutal schlägt man ihnen die Köpfe ein und ersticht sie daraufhin mit einem Messer. Danach wird ihnen die Haut abgezogen und das Fleisch anschließend an die lokalen Restaurants verschickt.

 

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Warnung: Die Bilder zeigen extreme Gewalt an Tieren.

 

 

 

 

 

Markt von Wuhan (Husband Seafood Market)


In Wuhan ist der Konsum von Hundefleisch eigentlich nicht sonderlich verbreitet. Dennoch entdeckten wir auf einem Markt einen Stand mit Käfigen, in denen verschiedene, noch lebende Tiere eingesperrt waren: 15 Hunde verteilt auf mehrere Käfige; außerdem Kaimane, Kaninchen, Waschbären, Igel, Stachelscheine, Fasane, Esel und Gänse. An diesem Morgen müssen sie bereits mindestens einen Hund getötet haben, denn wir sahen sein Fell auf einem der Käfige liegen. In einem weiteren Käfig lag sogar der Schädel eines Hundes.

 

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Katzenfleischhandel auf dem Markt von FuXing (Taiping)


Auch Katzen sind Opfer des Fleischhandels, wie wir auf dem Markt von FuXing feststellen konnten. Hier werden die Katzen direkt in den Straßen gefangen und in den Restaurants durch einen Schlag auf den Kopf getötet. Danach werden sie in riesige Töpfe mit kochendem Wasser geworfen und schließlich als Gericht mit dem Namen „Drache, Tiger und Phönix“ serviert. Traditionell wird angenommen, dass dieses bekannte Gericht den Körper stärkt. Auch Hunde und Waschbären werden auf diesem Markt verkauft.

Man schätzt, dass in China circa 4 Millionen Katzen jährlich wegen ihres Fleisches getötet werden.

 

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Was können wir dagegen unternehmen?


Unser Ziel ist es den Hundefleischhandel in China zu beenden. Doch wir können dies nicht alleine erreichen. Deswegen haben wir eine Petition an den chinesischen Ministerpräsidenten und den chinesischen Minister für Landwirtschaft gerichtet, um ihre politische Unterstützung zu gewinnen und den Hunde- und Katzenfleischhandel abzuschaffen. Die Petition kann man hier unterzeichnen: www.LebenStattLeiden.org

Wir arbeiten momentan mit verschiedenen chinesischen Gruppen und AktivistInnen zusammen, um vor Ort verschiedene Veränderungen herbeizuführen. In diesem Moment werden die Schließungen der Schlachthäuser und Märkte, bei denen wir Recherchen durchgeführt haben, versucht zu erwirken. Außerdem sind wir auf politischer Ebene bemüht, den Druck zu erhöhen und ein Gesetz zur Abschaffung von Hundefleisch auf nationaler Ebene zu erreichen, wie es bereits in vereinzelten Städten und Gebieten vorhanden ist.

Weiterhin wollen wir in westlichen Ländern über die schrecklichen Bedingungen aufklären, um auch damit den Druck auf China zu erhöhen und Bewusstsein für das Leiden der Tiere überall auf der Welt zu schaffen.

Wenn ihr uns dabei unterstützen wollt, dann werdet ein Teil von Animal Equality und helft uns, für die Rechte der Tiere einzustehen. Seid die Stimme für die, die sonst niemanden haben, der sich für sie ausspricht: www.ae-mitglied.de