Animal Equality protestiert mit Tierkörpern gegen Stopfleber

Deutschland

Am 04. Juli 2013 versammelten sich AktivistInnen von Animal Equality vor dem KaDeWe in Berlin, um auf die grausamen Hintergründe der dort verkauften Stopfleber aufmerksam zu machen. Sie hielten die Körper toter Enten in ihren Händen, die für die Herstellung von Stopfleber gezüchtet wurden. Die Tiere starben, weil sie für die Industrie als Produkte angesehen werden und ihre Interessen keinerlei Berücksichtigung erfahren. Ihr Leid und ihre Schmerzen spielen für die Herstellung von Stopfleber keine Rolle.

Mit der stillen Mahnwache wollten wir auf das schreckliche Leid hinweisen, das Enten und Gänse für die Herstellung von Stopfleber erleiden müssen. Stopfleber ist ein Produkt, dessen Herstellung aufgrund der schlimmen Tierqualen in Deutschland und einer Vielzahl europäischer Staaten verboten ist und nur noch in wenigen deutschen Kaufhäusern verkauft wird.

Ziel des Protests war es, die Öffentlichkeit zu informieren und den Verkaufsstopp von Stopfleber im KaDeWe zu erwirken. So ist das angesehene Berliner Warenhaus eines der letzten, dass das Tierqualprodukt in ihrem Sortiment führt.

Für die Herstellung von Stopfleber werden die Enten und Gänse zwangsernährt, bis ihre Leber auf das 10-Fache ihrer normalen Größe anschwillt. Die Tiere erleiden mehrmals täglich eine schmerzvolle Prozedur, bei der ein Metallstab in ihre Speiseröhre gestoßen und ihr Magen mit großen Mengen Mais gefüllt wird. Das Mästen verursacht starke Schmerzen und die Tiere erleiden nicht selten schwere Verletzungen. Im Alter von 3- 4 Monaten werden sie dann, nicht selten bei vollem Bewusstsein, getötet.

 

Das KaDeWe entschließt sich trotz des Tierleids weiterhin bewusst für den Verkauf von Stopfleber. Animal Equality wies die Geschäftsleitung in einem offenen Brief auf die Tierqualen hin und forderte den Verkaufsstopp des Produkts. Doch trotz offenem Brief, Gesprächsersuche sowie regelmäßiger Plakataktionen vor dem Warenhaus, war die Geschäftsleitung zu keiner Stellungnahme bereit. 

Die heutige Aktion sehen wir als Erfolg an. Viele Passanten blieben schockiert stehen, verfolgten die Rede einer Aktivistin oder informierten sich am Informationsstand. Sowohl für Teilnehmende als auch Außenstehende war die Aktion sehr emotional und bewegend.

Wir hoffen, dass immer mehr Menschen sich bewusst werden, dass Tiere genau wie wir die Fähigkeit haben zu fühlen und Schmerzen zu empfinden und sich für eine Lebensweise entscheiden, für die niemand leiden oder sterben muss.

 


 

▬ Fotogalerie der Aktion:

 

Weitere Informationen:

www.Stopfleber.org