Animal Equality enthüllt die grausame Realität für Lämmer in Italien

Italien

In einer neuen Animal Equality Recherche in Italien wurden über ein Jahr lang die Hintergründe der Lammfleischindustrie untersucht. Das Rechercheteam deckte grausamste Szenen von Tierleid auf, wie sie so noch niemals vorher in der Öffentlichkeit zu sehen waren. 

Es liegt Video- und Fotomaterial der Zucht, der Haltung und des Transports der Lämmer vor. Auch auf ihrem letzten Weg im Schlachthaus haben die Aktivisten sie begleitet. Es wird aufgezeigt, was Lämmer, die nur wenige Wochen alt sind, in dieser Industrie ertragen müssen. 

Sie werden für ein „traditionelles“ Gericht getötet, besonders jetzt, wo wir uns den Osterfeiertagen nähern. Die Anzahl der Lämmer, die weltweit jedes Jahr getötet werden, ist unvorstellbar hoch. Animal Equality möchte die Öffentlichkeit dazu einladen, darüber nachzudenken, was diesen noch so jungen Babys widerfährt: Jedes Jahr werden in Deutschland ungefähr 900.000 Lämmer für den menschlichen Verzehr getötet (Stand 2012). Diese Zahl ist sogar noch größer, wenn wir die Schafe und Ziegen mit einbeziehen, die zu dieser Zeit des Jahres genauso ausgebeutet werden wie Lämmer.

 

Untersuchungsergebnisse


Animal Equality hat Bilder eines Lamms aufgenommen, das tagelang tot vor seinem Stall lag. Das Lamm, das schon stark verwest war, war nicht an dem Tag gestorben, an dem das Bild gemacht wurde, sondern mehrere Tage zuvor. 

Die AktivistInnen filmten auch Lämmer und Schafe, die stundenlang in extrem beengten Bedingungen zusammengepfercht wurden. Die deutlich sichtbaren Nebenerscheinungen davon waren gestresstes Verhalten und Tiere, die übereinander auf aufeinander trampelten.

Selbst die verletzten Tiere werden nicht tierärztlich behadelt und leiden an Symptomen von Unterkühlung, dem Fehlen von gesundheitlicher und hygienischer Pflege und in vielen Fällen sterben diese Tiere, noch bevor sie im Schlachthof getötet werden sollen. Andere litten unter Mastitis und wurden nicht angemessen behandelt. 

Auf einem der Betriebe dokumentierte das Rechercheteam das “Wiegen” bevor die Tiere auf einen Lastwagen geladen wurden, um ins Schlachthaus gebracht zu werden. Das ist eine illegale Methode bei der die verängstigten Lämmer an ihren Beinen hochgezogen werden und in Gruppen gewogen werden. Das ist eine sehr schmerzhafte, erzwungene Prozedur, die zu Muskel- und Bänderdeformationen führen kann und stellt für die Tiere eine schreckliche Qual dar. Es führt dazu, dass die Tiere um sich treten und versuchen, eine weniger schmerzhafte Position zu finden. Dies führt oft zu noch schlimmeren Verletzungen wie Auskugeln oder Gelenkbrüchen.

Die Betreiber der Anlagen gingen oft unachtsam mit den Tieren um und behandelten sie brutal. Es wurde aufgenommen, wie sie Tiere achtlos über den Boden zerrten oder sie auf die Ladefläche des Wagens warfen.

In den Schlachthäusern war die Situation sogar noch schlimmer. In einem Schlachthaus wurden die Tiere sehr eng zusammengepresst in einem Stall zusammengepfercht, der aus Metallgittern bestand. Die Tiere sind gestresst, haben Angst und müssen regelrecht aufeinander stehen. Sie schreien und verfangen sich oft zwischen den Gittern. Oft verletzen sie sich, während sie darauf warten, getötet zu werden. In den untersuchten Schlachthäusern wird die Elektronarkose (der Einsatz von Elektrizität, um das Tier zu betäuben und bewusstlos zu machen) nicht korrekt durchgeführt. Auf den Bildern kann man klar erkennen, dass die Tiere nicht komplett betäubt sind und wenn sie geschlachtet werden, sind sie noch am Leben und sind sich dessen bewusst, was passiert. Sie treten um sich, bis sie verbluten.

Animal Equality berichtet über die Grausamkeiten, denen Lämmer und Schafe in dieser Industrie ausgesetzt sind und möchte öffentliches Bewusstsein für das Leiden der Tiere schaffen. Dies ist kein einzelner, isolierter Fall, sondern die schreckliche Realität, die sich täglich wiederholt. Mit dieser Recherche starten wir eine informative Kampagne und laden die Menschen dazu ein, sich dieser Gewalt entgegenzustellen und sich für die Leben der Tiere auszusprechen. Wir laden auch alle Menschen dazu ein, Supermärkte aufzufordern solche Produkte nicht mehr zu verkaufen.


Animal Equality ist eine internationale Tierrechtsorganisation. Wir sind derzeit in Deutschland, Spanien, Indien, England, Italien, Mexiko und Venezuela aktiv. Unsere Recherchen in Schlachthöfen, auf Nerzfarmen, Schweinemastbetrieben und anderen Bereichen der Tierausbeutung haben bereits große internationale Resonanz in Medien wie The Times, El Mundo, El País oder BBC erreicht. Wir möchten eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit bezüglich Tierausbeutung erreichen und fordern ein Ende jeglicher Tierausbeutung.

►Warnung: Das folgende Video enthält Szenen, die Gewalt gegen Tiere zeigen.

 

 

 

Erfolge


Laut Daten, die von der Industrie veröffentlicht wurden, ist nach Bekanntmachen der Recherche von Animal Equality der Konsum von Lammfleisch während der Osterfeiertage um 40% gesunken. Umgerechnet sind das 320.000 Lämmer, die nicht für den Konsum ihres Fleisches getötet werden.

Wie weit die Auswirkungen der Recherche in anderen Ländern reichen, in denen sie veröffentlicht wurde, kann leider nicht mit Sicherheit festgestellt werden, doch aufgrund der hohen Medienaufmerksamkeit in Spanien, England und anderen europäischen Ländern kann davon ausgegangen werden, dass es auch in diesen Ländern Einfluss auf das Konsumverhalten der Menschen hatte.

Weiterhin haben sich aufgrund der Ermittlungen fast 4000 Menschen dazu verpflichtet, ihren Fleischkonsum einzuschränken oder vollkommen auf tierische Produkte zu verzichten.

Wenn Sie sich mit uns dafür einsetzen möchten, die Leben unzähliger Tiere zu retten, dann werden Sie heute noch ein Teil von Animal Equality und tragen Sie mit einem monatlichen Förderbeitrag dazu bei, dass die Stimmen der Tiere in unserer Gesellschaft erhört werden.