Animal Equality deckt traurige Realität im Schwaben Park auf | Animal Equality Germany

Animal Equality deckt traurige Realität im Schwaben Park auf

Deutschland

 

Eine neue Animal Equality Recherche bringt die traurige Realität der Schimpansen im Schwaben Park ans Licht. Dort werden in Europas letzter Schimpansen-Show Tiere in erniedrigenden Situationen und Posen zum Vergnügen der Zuschauer vorgeführt. Dass diese Shows überhaupt stattfinden dürfen, obwohl Schimpansen in Zirkussen schon seit Jahrzehnten verboten sind, liegt nur an der Definition des Parks als Freizeitpark und nicht als offizieller Zirkus.

Die 10-monatige Recherche bietet Einblick in das Leben der im Freizeitpark gefangen gehaltenen Tiere und zeigt wie sie für die Unterhaltung der Zuschauer durch die Zurschaustellung der Tiere in Gehegen und Käfigen und dem Auftreten in Zirkusshows missbraucht werden.

Viele der Tiere leiden aufgrund der Bedingungen dort an stereotypen Verhaltensstörungen, die auf psychisches und physisches Leid und Stress hinweisen. Andere haben Wunden an Füssen, Händen und Köpfen oder leiden an Haarausfall, was ein Anzeichen für Selbstverstümmelung sein kann. Auch Furchen auf dem Kopf eines jungen Schimpansen weisen auf zwanghaftes Haareausreissen hin. Dass diese Tiere psychisch so verstört sind, ist laut Experten ihrer Gefangenhaltung und der Tatsache, dass viele der Kinder von Hand aufgezogen werden, zurückzuführen.
 
Die Kinder ihren Müttern zu entreissen, und sie per Hand aufzuziehen, ist notwendig, wenn die Tiere in der Zirkusshow auftreten sollen. Wir wissen heute, dass die Separation der Kinder von ihren Müttern, genauso wie bei Menschen auch, die Tiere lebenslang psychisch beinträchtigen kann. Die Show zeigt die Schimpansen in vermenschlichten und demütigenden Situationen und schenkt den Bedürfnissen der Tiere keinerlei Berücksichtigung.
 

► Im folgenden Video sind Ausschnitte aus dem Leben der gefangen gehaltenen Schimpansen zu sehen:

 

 


 

Lasst uns die Gefangenschaft der Schimpansen beenden!

 
Animal Equality hat eine Petition gestartet, in der wir eine sofortige Beendigung der entwürdigenden Shows, ein Ende der Weiterzucht der Tiere und die Überführung der Schimpansen in ein nicht-kommerzielles Refugium, in dem die Interessen der Tiere im Vordergrund stehen, fordert. Wir bitten dich, diese Petition zu unterschreiben und den Schimpansen im Schwaben Park Hoffnung auf ein Leben fern von Ausbeutung und Demütigung zu geben. Setz dich mit uns für die Freiheit der Tiere ein!

Petition adressiert an: 

Alexander Bonde (Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg).

Sehr geehrter Herr Bonde,

 

in Anbetracht der eindeutigen Ergebnisse der Recherche, die die Tierrechtsorganisation Animal Equality im Freizeitpark Schwaben Park durchgeführt hat, bitte ich Sie umgehend gegen diese Art der Tierausbeutung vorzugehen.

 

Ich bin schockiert von den erniedrigenden Zirkusshows, der Monotonie des alltäglichen Lebens der Tiere, der Trennung der Kinder von ihren Müttern und die daraus resultierenden psychischen Verhaltensstörungen der Schimpansen. Die Gefangenhaltung von Tieren zur Unterhaltung des Menschen steht in direktem Konflikt mit den Werten einer ethisch fortgeschrittenen Gesellschaft. Unsere Gesellschaft kann nicht verleugnen, dass Tiere Lebewesen sind, die fähig sind Schmerzen zu empfinden und deshalb die Berücksichtigung ihrer Interessen und Bedürfnisse verdienen.

 

Aufgrund dieser Tatsachen bitte ich Sie, als zuständigen Minister, die folgenden Forderungen an das zuständige Veterinäramt zu stellen:

 

1) Sofortige Beendigung jeglicher Nutzung der Tiere des Schwaben Parks zur Unterhaltung in Shows

2) Sofortige Beendigung der Zucht von Tieren im Schwaben Park, eine Möglichkeit dafür ist eine Art der Geburtenkontrolle, wie Depo-Provera für die weiblichen Schimpansen

3) Überführung der Tiere in ein nicht-kommerzielles Refugium, in dem die Tiere ein Leben frei von Ausbeutung leben können

4) bei Bedarf finanzielle Unterstützung von Planung und Bau eines solchen Refugiums und Überführung der Tiere in diese Einrichtung. Es soll ein Ort sein, wo ihre eigenen Interessen endlich im Vordergrund stehen, ein Ort, an dem sie über Platz, Ruhe und Sicherheit verfügen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

[AbsenderIn]

- Ich akzeptiere die Datenschutzrichtlinien

 


 

▬ Fotogalerie der Recherche:

 


 

Untersuchungsergebnisse der Recherche

 

ANORMALE VERHALTENSWEISEN UND STEREOTYPE VERHALTENSSTÖRUNGEN EINIGER SCHIMPANSEN

diese stereotypen Verhaltensweisen sind Symptome von enormem Stress, Depressionen, psychischen Störungen und extremer Langeweile.

es wurden unter anderem wiederholte und gleichbleibende Verhaltensmuster wie das andauernde Vor- und Rückwärtsschaukeln des Oberkörpers und Kopfes, bis zum Haarverlust führende Fellpflege und das Bespuken der Gitterstäbe dokumentiert.

laut einer Expertenaussage ist es auch wahrscheinlich, dass bei einigen Schimpansen das komplexe posttraumatische Stresssyndrom (CPTSD) vorliegt.

Stereotype Verhaltensstörungen sind klare Indikatoren dafür, dass die Tiere im Schwaben Park stark unter ihrer Situation leiden und diese als Qual empfinden.

 

 

HANDAUFZUCHTEN DER SCHIMPANSENKINDER

mindestens 18 der 24 im Park geborenen Kinder wurden per Hand aufgezogen.

Handaufzuchten müssen unbedingt vermieden werden, da sie oft in massiven psychischen Störungen der Tiere resultieren.

Handaufzuchten führen dazu, dass die Tiere sich eher an Menschen gewöhnen und leichter trainierbar sind, doch für die Tiere resultiert dies nicht selten in erstzunehmenden psychologischen Störungen.

Isolationshaltung von zwei Schimpansenbabys in nur 8qm großen Gehegen ohne die Nähe ihrer Eltern.

 

UNZUREICHENDES GESUNDHEITSBILD

Wunden und Verletzungen an Kopf, Händen und Füssen und starker Haarausfall bei vereinzelten Tieren.

ein Schimpanse hat starken Husten, andere weisen vereinzelt Husten auf, es liegen keine Informationen dazu vor, ob sich diese Tiere in tierärztlicher Betreuung befinden.

besorgniserregende Apathie, Lethargie und Resignation einzelner Tiere.

 

ERNIEDRIGENDE TIERSHOWS

die Schimpansen werden gezwungen, etwa einmal täglich in hauseigenen Zirkusshows aufzutreten.

sie werden an Leinen und Ketten gehalten und müssen lächerliche Kunststücke wie Rasieren, Dreirad fahren oder Balancieren durchführen und sogar motorisierte Fahrzeuge betätigen

die Trainingsmethoden der Tiere für die Shows sind unbekannt, in der Regel können ähnliche Tiervorführungen jedoch nur gewaltsam und erzwungen erlernt werden

die Shows zeigen die Tiere in stark vermenschlichten und erniedrigenden Situationen und vermitteln dem Publikum das Bild, dass Tiere nur der Belustigung der Menschen dienen und sie nach Belieben eingesperrt, benutzt und gedemütigt werden können.

 

ERHÖHTES RISIKO VON VERLETZUNGEN UND KRANKHEITSÜBERTRAGUNGEN

erhöhtes Risiko von Verletzungen für die Tiere durch Besuchermassen und die unüberwachte Interaktion der Besucher mit den Tieren.

erhöhtes Risiko von Verletzungen der Besucher durch unüberwachte Interaktion Risiko der Übertragung von Zoonosen (von Mensch zu Tier und Tier zu Mensch übertragbare Infektionskrankheiten)

Die Tiere haben keinerlei Rechte auf ein selbstbestimmtes und leidfreies Leben; ihre Bedürfnisse werden immer den Bedürfnissen der Zuschauer nach Unterhaltung und dem Interesse der Betreiber nach einem höheren Profit untergeordnet.

 

Obwohl von Seiten der Politik, als auch durch andere Tierschutz-und Tierrechtsorganisationen in der Vergangenheit bereits Druck auf den Schwaben Park ausgeübt wurden, müssen die Tiere weiterhin in Gefangenschaft ihr tristes Dasein fristen. Tiershows vor zahlendem Publikum sollen auch in den nächsten 10 Jahren nicht untersagt werden und die Tiere werden weiterhin in Gefangenschaft leben müssen. Sie werden weiterhin unschuldige Gefangene der Unterhaltungsindustrie sein. Lasst uns eintreten für ein Refugium für diese Tiere!

Unterschreibt die Petition für ein Ende der Ausbeutung dieser Tiere und den Bau eines Refugiums, der ihnen zum ersten Mal ein liebevolles Zuhause sein soll!


 
 
Weitere Informationen: