Animal Equality veröffentlicht Recherche in Affensammelstelle für Tierversuche

Deutschland

Animal Equality präsentiert eine neue Recherche in der größten Anlage für Makaken in Europa. Der in Camarles (Spanien) ansässige Betrieb beliefert von dort Tierversuchslabore auf der ganzen Welt. Diese Recherche beinhaltet unveröffentlichte Bilder, die an Krätze oder einer Art Herpesviridae erkrankte Tiere zeigen, deren Krankheiten nicht veterinärmedizinisch behandelt wurden.

Weiterhin wurden Tiere dokumentiert, welche durch die psychischen Stresssituationen und Traumata, die sie während ihrer Gefangenschaft erleiden müssen, wiederholt in die Gitterstäbe ihrer Gehege oder Plastikobjekte in ihrer Reichweite beißen, was ebenso klare Risiken für ihre Gesundheit darstellt.

Jedes Jahr kommen rund 1.500 bis 2.000 Makaken aus Mauritius, wo diese wilden Tiere im Urwald mit Fallen gefangen werden und zu Tausenden jahrelang für die Zucht in tristen Beton- und Gitterkäfigen eingesperrt werden. Ihre Nachkommen werden in winzigen Holzkisten von Air France in den Laderäumen von Passagierflugzeugen auf einer zwölfstündigen Reise über 9.000 km bis nach Spanien transportiert. Von der Anlage in Camarles werden die Tiere zu einem späteren Zeitraum in Tierversuchslabore geschickt, wo schmerzhafte Versuche ihre Leben beenden werden.

 

► Achtung: Das folgende Video enthält Bilder von Gewalt an Tieren

 


 

Lasst uns die Gefangenschaft der Makaken beenden!

Im Namen von Animal Equality bitten wir dich, diese Petition zu unterschreiben. Du forderst damit die Schließung dieser Primatenanlage in Camarles (Spanien). Mit der Unterzeichnung dieser Petition forderst du zudem die Fluggesellschaften AirFrance und Aeronova dazu auf, den Transport von Primaten zu unterlassen.

Petition adressiert an: 

Josep Maria Pelegrí (Minister für Landwirtschaft, Viehzucht, Fischerei, Ernährung von Katalonien), Geschäftsleitung von AirFrance und Aeronova.

 

Durch eine Recherche der Organisation Animal Equality habe ich von der Existenz dieser Primatenanlage in Camarles, Katalonien erfahren. Ich möchte meine Ablehnung gegenüber solchen Zentren ausdrücken, in denen hunderte von Makaken in engen Käfigen zusammengepfercht leben in der Erwartung in schmerzhaften Experimenten benutzt zu werden, die mit ihrem sicheren Tod enden. Die Makaken wurden mit Gewalt aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen und von ihren Familien getrennt.

Die Anlage wurde im Jahr 2002 am Rand der Stadt Camarles errichtet, einem Ort der geheim und abgeschieden liegt. Der Bau löste eine große Auseinandersetzung mit den Nachbarn und der Gemeinde aus, die versuchten die Inbetriebnahme zu verhindern. Die Anlage war zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Centre de Recherches Primatologiques, einer Firma, die Affen zu Versuchszwecken züchtet. Der Betrieb in Camarles erhielt die Lizenz zur Inbetriebnahme nur weige Tage vor Inkrafttreten des Tierschutzgesetzes von Katalonien, das die Einrichtung dieser Art von Zentren ausdrücklich verbietet.

Das kürzlich in Kraft getretene Verbot von Versuchen an Menschenaffen in Spanien erinnert uns daran, dass wir eine Verantwortung gegenüber Tieren haben, eine Verantwortung, die sich auch auf Makaken und andere Tiere, die in Tierversuchen benutzt werden, bezieht. Ich bitte Sie eindringlich darum, die nötigen administrativen und rechtlichen Schritte zu veranlassen, die zu einer endgültigen Schließung des Betriebs in Camarles führen.

In gleicher Weise fordere ich die Unternehmen AirFrance und Aeronova dazu auf, den Transport von Primaten, die in Tierversuchen benutzt werden sollen, zu unterlassen. Eine Vielzahl von Fluggesellschaften hat diesen Schritt schon getan und bringt damit ebenfalls ihre Ablehnung von Tierversuchen zum Ausdruck.

Mit freundlichen Grüßen,
[AbsenderIn]

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▬ Fotogalerie der Recherche:

 

 


 

Der lukrative Handel mit Primaten für die Tierversuchsindustrie

Jedes Jahr kommen rund 1.500 bis 2.000 Makaken aus Mauritius, wo diese wilden Tiere im Urwald mit Fallen gefangen werden und zu Tausenden jahrelang für die Zucht in tristen Beton- und Gitterkäfigen eingesperrt werden. Ihre Nachkommen gelangen in Holzkäfigen in den Ladeflächen von Linienflügen für TouristInnen der Fluggesellschaft AirFrance auf Zwölf-Stunden-Flügen in die Sammelstelle Camarney SL – Noveprim Europe Ltd. in Camarles, Spanien.

Von dort werden sie anschließend auf die Labore Europas verteilt. Auch an Labore des multinationalen Unternehmens Covance wurden Makaken aus Mauritus geliefert. Covance sorgte in der Vergangenheit für internationales Aufsehen, da durch Undercover-Recherchen von verdeckten ErmittlerInnen die brutale Behandlung der Tiere in den Anlagen in Münster, Deutschland und Virginia, USA dokumentiert wurde.

Laut Andrew Knight, einem europäischen Experten in der Veterinärmedizin und der Bioethik am Oxford Center for Animal Ethics, ist die «Gefangenschaft von Primaten in relativ kleinen und kargen Umgebungen für jede mögliche Zeitdauer unleugbar grausam.»


 

Hintergründe der Recherche:

Diese Recherche von Animal Equality soll die verdeckte Realität hinter der Tierversuchsindustrie aufzeigen, welche ihre Aktivitäten in der Regel unter großer Geheimhaltung abwickelt. Animal Equality möchte die Öffentlichkeit über die grausamen Praktiken hinter dieser Industrie aufklären und Berücksichtigung für die Interessen der Tiere, die diesen zum Opfer fallen, erreichen.

Aus diesem Grund startet Animal Equality eine Kampagne, die durch das Sammeln von Unterschriften und das Senden von Nachrichten und Protesten zum Ziel hat, diesen Betrieb zu schließen. Auch werden die Fluggesellschaften Air France und Aeronova, verantwortlich für den Transport der Tiere, darum gebeten, nicht länger Teil dieser grausamen Industrie zu sein.

Es ist selbstverständlich notwendig, dass unsere Gesellschaft Fortschritte macht und wir die effektivsten Möglichkeiten entwickeln, um Krankheiten, an denen wir leiden, zu bekämpfen. Allerdings sollten wir diesen Fortschritt ohne Tierversuche erreichen. Weil die Tiere sich genau wie wir, danach sehnen, in Freiheit zu leben, weit weg von Schmerz, Panik, Einsamkeit und Angst. Weitere Informationen zum Thema Tierversuche gibt es unter: www.animalequality.de/tierversuche


 
Quellen:
[1] Mauritius. Recherche der BUAV in Mauritius.
[2] Poisoning for profit. Recherche der BUAV in Covance, Münster, Deutschland. 2003.
[3] Covance: Cruelty for Hire. Recherche von PETA in Covance, Vienna, Virgina (USA). 2005.
 
Weitere Informationen: