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Leder/Pelz

Leder

Viele von uns haben die schockierenden Bilder von Pelzfarmen gesehen, in denen Füchse oder Nerze in engen Käfigen vor sich hinvegetieren oder vergast, bei lebendigem Leibe gehäutet oder durch Stromschläge getötet werden. Als Folge dessen würden viele Menschen heutzutage keinen Pelz mehr tragen. Die Nachfrage nach Leder ist jedoch weiterhin sehr hoch, da die wenigsten Menschen wissen, was hinter diesen Produkten steckt. Dass Leder, genau wie Pelz auch, die Haut eines einst lebendigen Tieres ist, welche gegerbt und mit einem Chemiecocktail behandelt wurde, um die Verwesung zu verhindern und die gewünschte Farbe zu erhalten, wird oftmals im Bewusstsein verdrängt. Während viele Menschen zweimal darüber nachdenken würden, einen Pelz zu tragen, macht sich kaum jemand Gedanken darüber Leder zu tragen.

Dabei leiden die Tiere, deren Haut wir zu Leder verarbeiten auf die gleiche Art und Weise. Außerdem gibt es mittlerweile genauso qualitativ hochwertige und strapazierfähige Lederalternativen für die kein Tier leiden musste. Meist wird Leder für ein Nebenprodukt der Fleischindustrie gehalten. Die Wahrheit ist jedoch, dass es weit mehr als ein Nebenprodukt der Fleischindustrie ist: Der Konsum von Leder erhöht den Schlachtwert des Tieres wesentlich und stellt eine finanzielle Unterstützung der Fleischindustrie dar.

 

Pelz

Während der Pelzproduktion wird eine hohe Anzahl an Tieren, unabhängig davon, ob sie in Käfigen aufgezogen oder im Wald gefangen wurden, lebendig und bei vollem Bewusstsein gehäutet. Dies zeigen beispielsweise Aufnahmen von chinesischen Pelzfarmen. Die zappelnden und schreienden Lebewesen werden kopfüber aufgehängt während ihnen das Fell samt Haut vom Körper gezogen wird. Dies geschieht mit etwa 35 Tieren, um einen Mantel herzustellen. Der Gebrauch von Pelz wird von der Bevölkerung schon weitgehend abgelehnt, was auf der Aufklärung über die grausamen Bedingungen hinter der Industrie beruht. Dennoch tragen viele Menschen Pelzbesätze an Jacken oder Schuhen, ohne sich bewusst zu sein, dass es sich um Echtpelz handelt.

Diese oft nur kleinen Fellteile an beispielsweise Kapuzen oder in Schuhen, stammen unter anderem auch von Hunden und Katzen aus China. Hunde- und Katzenpelz gelangt oft falsch deklariert nach Europa, um hier als „Marderhund“, „Wildkatze“ oder unter anderen Decknamen verkauft zu werden.

Doch nicht nur aus China stammt der Pelz, der hier in Deutschland verkauft wird. Zwar wurden die Richtlinien für deutsche Pelzfarmen 2011 verschärft, nicht alle Betreiber halten sich jedoch daran. Illegal züchten sie weiterhin Nerze und andere Tiere, die vor allem in Norddeutschland in viel zu kleinen Käfigen dahinvegetieren müssen.

Heutzutage können auch Jacken, Mäntel oder Schuhe, die nicht mehr als 30 Euro kosten, Echtpelzbesätze enthalten und optisch ist der „falsche Pelz“ meist kaum vom Tierpelz zu unterscheiden. Immer wieder gelangten auch Informationen an die Öffentlichkeit, die bewiesen, dass als Kunstpelz deklarierter Pelz in Wirklichkeit Hunde- oder Katzenpelz aus China war. Um sicher zu sein, den qualvollen Tod durch Vergasen, Elektroschocks oder lebendiges Häuten von Tieren nicht zu finanzieren, sollte man am besten vollkommen auf Pelzbesätze verzichten.

 

Alternativen

Heutzutage gibt es ein riesiges Angebot an Kleidung, die nicht auf Kosten von Tieren hergestellt wurde. Überall gibt es Schuhe, Jacken und Schals, die aus synthetischen Materialien hergestellt wurden oder aus Pflanzen wie Baumwolle, Hanf oder Leinen. Indem wir bei unserem Einkauf darauf achten, keine Produkte zu kaufen, die den Tod und das Leid von Tieren bedeuten, können wir unzählige Leben vor einem grausamen Schicksal bewahren.