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Fleisch & Fisch

Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehrere Millionen Schweine und Kühe, hunderte Millionen Vögel und unzählbar viele Fische und andere nichtmenschliche Tiere getötet, nur um als Nahrungsmittel auf unseren Tellern zu enden. Fleischproduktion bedeutet immer den Tod eines Tieres. Dabei wird ignoriert, dass die große Mehrheit der Tiere ein Nervensystem hat, welches es ihnen ermöglicht, Schmerz und Freude zu empfinden. Empfindungsfähige Lebewesen leiden unter Schmerzen und Ausbeutung, egal welcher Spezies sie angehören, wie intelligent sie sind, ob sie sprechen können oder ob sie gehen, schwimmen oder fliegen.

Tiere sind keine Nahrungsmittel, sondern denkende und fühlende Individuen, die ihr Leben genießen wollen. Für ein Tier ist das Leben genauso wichtig und unersetzlich, wie unser Leben für uns. Wir lernen von klein auf, Tiere als uns untergeordnete Lebewesen zu betrachten, die dazu da sind, uns mit Fleisch, Milch und Eiern zu versorgen. Doch hinter jedem „Tierprodukt“ steht ein einzigartiges Individuum mit  eigener Persönlichkeit und dem Wunsch zu leben.

 

Lebewesen nicht Lebensmittel

Unsere Haltung Tieren gegenüber muss sich ändern. Tiere sind keine Ressourcen, die uns nach Belieben zur Verfügung stehen. Wir müssen sie als das erkennen, was sie sind: fühlende Individuen mit Interessen und Bedürfnissen. Genau wie wir.  

Von Geburt an wird uns beigebracht, diese Eigenschaften anderer Tiere zu ignorieren. Jedes Jahr werden Milliarden empfindungsfähiger Lebewesen, die sich ihres Lebens bewusst sind, umgebracht, nur weil sie nicht unserer Spezies angehören. Diese Art der Diskriminierung nennt man Speziesismus.

 

Ein Auschnitt aus den Recherchen von Animal Equality in einem Schlachthaus

 

Fische

Die meisten Tiere, die Menschen töten, um sie zu essen, sind Fische. Die Anzahl der Körper ist so groß, dass sie in Tonnen gezählt werden, was es sehr schwierig macht auszurechnen, wie viele Tiere genau getötet werden. Entgegen der Meinung vieler Menschen sind Fische Individuen, die die Fähigkeit haben Schmerz und Freude zu empfinden, wie zahlreiche Studien belegen.
Huntiford (2002) zufolge haben Fische Sinne, um Schmerzstimulation wahrzunehmen, und ihre Gehirne sind fähig diese Stimulationen zu verarbeiten. Die Folge ist, dass Fische genauso wie wir Schmerzen empfinden.

Es gibt viele verschiedene Fischfangmethoden, durch die jedes Jahr Milliarden von Fischen einen grausamen Tod sterben. Die Opfer der kommerziellen Fangnetze ersticken, werden durch das Gewicht der anderen Fische erdrückt oder erfrieren in den Kühlräumen der Schiffe. Andere sterben, wenn sie zur Wasseroberfläche gezogen werden und ihre Augen und inneren Organe durch den plötzlichen Druckabfall regelrecht explodieren. Werden Fische geangelt, müssen sie fühlen, wie ihre sensiblen Mundpartien von scharfen Haken aufreißen, bevor sie totgeschlagen werden oder ersticken. In Fischzuchtanlagen sind mehrere tausend Fische eng zusammengepfercht und gezwungen in Kreisen zu schwimmen. Infektionen und Parasitenbefall grassieren in den Anlagen und können sich auf freie Fische übertragen.

 

Kühe

Kühe werden nicht nur für ihre Milch, sondern auch für ihr Fleisch ausgebeutet. Kühe, die zu Rindfleisch verarbeitet werden, werden normalerweise noch im Jahr ihrer Geburt getötet, obwohl sie unter natürlichen Bedingungen 25 Jahre oder älter werden können. Die jungen Kälber, die zu Kalbsfleisch verarbeitet werden sollen, werden von ihren Müttern getrennt, um kurz nach der Geburt verkauft zu werden. Die meisten müssen weite Reisen überstehen, um zu den verschiedenen Mastbetrieben in Europa zu gelangen.
Die zwanghafte Trennung von ihren Müttern und anderen Mitgliedern ihrer Herde, löst bei den Tieren Angstanfälle und Stress aus. Sie sind sehr soziale Lebewesen, die sich gegenseitig wiedererkennen und starke Familienbunde eingehen können, welche meist ein Leben lang halten.
Auch der Konsum von Leder ist ein Todesurteil für eine Kuh. Der Kauf von Kuhleder ist eine direkte Unterstützung der Betriebe und Höfe, die ihr Geld mit der Ausbeutung von Tieren verdienen. Leder ist nach Fleisch das profitabelste Produkt der Fleischindustrie.

 

 

Schweine

Schweine sind intelligente Wesen, die sich ihrer Existenz voll bewusst sind und die ihre Leben genießen, wenn sie die Chance dazu haben. Sie können stundenlang miteinander spielen, am Boden herumstöbern, in der Sonne liegen und ihre Umgebung mit ihrem außerordentlichen Geruchssinn erkunden. Daran erfreuen sie sich und wollen, genau wie wir auch, weiterhin neue Dinge erleben und ihr Leben genießen.
Am meisten leiden in dieser Industrie die Säue, die zur Zucht benutzt werden. Sie werden im Laufe ihres Lebens immer wieder künstlich befruchtet und fristen ihr Dasein oft auf engstem Raum. Sie leiden sowohl physisch als auch psychisch so unter diesen Bedingungen, wie auch wir unter diesen Umständen leiden würden. Das Leben dieser Tiere, und ihre Kapazität zur Reproduktion, werden lediglich als der Weg zur Produktion von mehr und mehr „Ware“ angesehen. Die Mütter, die nicht mehr die erwünschte Ferkelanzahl gebären können, werden umgehend geschlachtet.

 

 

Hühner, Truthähne und Enten

Masthähnchen, Truthähne und Enten werden in riesige Ställe gestopft und so schnell zur Schlachtreife gemästet, dass ihre Beine oft das eigene Körpergewicht nicht mehr tragen können und viele Herzinfarkte bekommen. Hühner und Truthähne sind soziale Tiere, die gerne auf Futtersuche gehen, mit ihren Artgenossen Zeit verbringen und Sand- und Sonnenbäder nehmen.
Deshalb leiden sie so stark, wenn ihnen diese Freiheit genommen wird und sie nicht ihren natürlichen Verhaltensweisen nachgehen können. Genauso wie wir leiden würden, wenn wir nicht das tun könnten, wonach wir uns von Geburt an sehnen. Enten brauchen außerdem Wasser um sich wohl zu fühlen, um sich zu waschen und vor Infektionen zu schützen. Die meisten Enten müssen ihr Leben ohne Wasser verbringen und erleiden schreckliche Qualen, bedingt durch die Frustration nicht ihren natürlichen Verhaltensweisen nachgehen zu können.

Die genannten Tiere sind nicht die einzigen Opfer unserer Ernährungsgewohnheiten. Auch Kaninchen, Wild, Vogelsträuße und viele weitere Tiere fallen der Fleischindustrie zum Opfer. Jede Art von Tier, die wir zu unserem Vorteil nutzen können, wird zu einem Opfer unserer Gesellschaft. Etwa 900 Millionen Säugetiere und Vögel und mehrere hundert Millionen Fische werden jedes Jahr in Deutschland getötet. Aus dem einfachen Grund, dass uns ihr Fleisch schmeckt oder die Produkte gefallen, die wir aus ihren Körpern herstellen.