
Eier sind ein Produkt der Tierausbeutung. Hennen werden in der Eierindustrie aus dem einzigen Grund geboren, um Eier zu legen. Sie werden gezielt gezüchtet, um den größtmöglichen Ertrag zu erzielen und ihre Existenz hängt vollkommen von ihrer Fähigkeit ab, den Bäuer_innen Gewinn einzubringen. Hühnern wird ihr ganzes Leben lang ihre Freiheit genommen, unabhängig davon ob sie in Freiland-, Boden- oder Legebatteriehaltung aufwachsen. Nur die Umstände, in denen sie ausgebeutet werden, unterscheiden sich, nicht jedoch ihr Leid.
Hühner sind sehr soziale Tiere, die gerne auf Futtersuche gehen, ihre Umgebung erkunden, Staubbäder nehmen, Nester bauen, in der Sonne liegen und sich um ihre Familien kümmern. Demzufolge erleiden sie schlimmste Qualen, wenn es ihnen unmöglich gemacht wird, all diese Verhaltensweisen, die für sie natürlich sind, auszuleben.
Jede Art der Eierproduktion, ob Freiland-, Boden- oder Legebatteriehaltung führt zum direkten Tod männlicher Küken. Die Hühner in Legebatterien beginnen ihr kurzes Leben in Brutstätten, wo sie in künstlichen Brutkästen schlüpfen und niemals die Fürsorge und Pflege einer Mutter erfahren dürfen. Sobald sie geschlüpft sind, werden die nur tagealten Küken von sogenannten „Sexern“ in männliche und weibliche Küken aufgeteilt. Die weiblichen Küken werden daraufhin zu Produktionsfaktoren - „Legehennen“ -, während die männlichen Küken umgebracht werden, da sie weder Eier legen noch zur Fleischgewinnung tauglich sind. Zur Fleischproduktion werden speziell gezüchtete „Masthähnchen“ benutzt, die sehr schnell wachsen und Fleisch ansetzen. Männliche Küken in der Eierproduktion werden jedoch im Alter von nur einem Tag getötet; sie werden vergast, erstickt oder bei lebendigem Leib geschreddert.

Auf jedem „Geflügelbetrieb“ müssen die Hühner sterben, sobald ihre Produktivität nachlässt. Nach einem oder zwei Jahren beginnt eine Henne, weniger Eier zu produzieren. Sie wird dann, egal ob in „Freilandhaltung“ oder in anderen Formen der Eierproduktion, getötet und durch eine jüngere Henne ersetzt. Und das, obwohl sie noch gute 10 Jahre oder länger leben könnte. Alle Eier aus der Hühnerhaltung können nur durch die Ausbeutung eines fühlenden Individuums entstehen.
Bild von Jo-Anne McArthur: Diese Freilandhühner werden zusammengetrieben, um im Alter von 1,5 Jahren zum Schlachthaus geschickt zu werden
Kochen und Backen ohne Eier ist sehr einfach. Bananen, veganer Joghurt und vegane Sahne übernehmen ohne Probleme die „Funktion“ von Eiern. Bei veganen Versänden, in Bioläden und mittlerweile auch in Supermärkten gibt es zudem Ei-Ersatzprodukte aus z.B. Mehl oder pflanzlichem Eiweiß.
Hühner sind fühlende Individuen, die leben wollen. Während Hühner in der Eierindustrie nur ein oder zwei Jahre lang leben dürfen, können befreite Hühner auf Gnadenhöfen 10 Jahre und älter werden.