Neue Recherche von Animal Equality: Der Albtraum der Kaninchen | Animal Equality Germany

Neue Recherche von Animal Equality: Der Albtraum der Kaninchen

Spanien

Animal Equality schleuste sich zwei Jahre lang in Betriebe der spanischen Kaninchenzuchtindustrie ein. Wir dokumentierten 70 Zucht- und Mastbetriebe – einige von ihnen durch die Industrie ausgezeichnet – und vier Kaninchenschlachtbetriebe. Spanien ist der zweitgrößte Produzent von Kaninchenfleisch in der Europäischen Union.

Während der Recherche wurde der gesamte Prozess untersucht, dem ein Kaninchen in dieser Industrie ausgesetzt ist. Von den Selektions- und Vermehrungsbetrieben ausgehend, wo das genetische Material ausgewählt wird, über die Mast bis hin zu den Schlachtbetrieben. Auf diese Weise entstand die bis zum heutigen Tag umfassendste bildliche Dokumentation der Kaninchenzuchtindustrie auf Landesebene.

Wir haben gegen jeden einzelnen der 70 dokumentierten Betriebe Anzeige erstattet. Die Zustände, die in jedem der besuchten Betriebe dokumentiert wurden, zeigen, dass das Leben der Tiere in dieser Industrie von Schmerzen, Qual und Tod geprägt sind.

 

Folgende Tatsachen konnte unser Ermittlungsteam während der zweijährigen Recherche dokumentieren:

    •    Arbeiter, die kranke Kaninchen töten, indem sie sie auf den Boden schlagen (es wurde bestätigt,
         dass es sich um ein übliches Vorgehen in diesem Industriezweig handelt)
    •    Arbeiter, die noch lebende Tiere aufgrund von Überproduktion in Müllcontainer werfen
    •    Tiere mit offenen Wunden, die keinerlei tierärztliche Behandlung erfahren
    •    Kannibalismus unter den Tieren aufgrund von beengten Haltungsbedingungen und überfüllten Käfigen
    •    Zuchtbetriebe, die Kaninchen an Restaurants verkaufen, ohne irgendeine Gesundheitskontrolle zu durchlaufen
    •    eine Tierärztin, die ein Kaninchen auf den Boden schlägt und vor laufender Kamera zugibt, dass es sich hierbei um Tierquälerei
         handelt
    •    Zuchtbetriebe, die jahrelang nicht inspiziert werden
    •    tote Tiere, die neben lebendigen Tieren in den Käfigen liegen
 

Aufgrund der dokumentierten Verstöße hat Animal Equality rechtliche Schritte gegen die untersuchten Zucht- und Mastbetriebe in Angriff genommen. Werden grobe Verstöße festgestellt, drohen den Verantwortlichen Geldstrafen von 60.000 bis 1.200.000 Euro. Bei leichteren Verstößen liegt die Höhe des Bußgeldes zwischen 600 und 3.000 Euro. Im Fall von gravierenden Verstößen können die Unternehmen oder einzelne Betriebe geschlossen werden. Außerdem kann ihnen der Zugang zu öffentlichen Fördermitteln für bis zu fünf Jahre verwehrt werden.

Die spanische Kaninchenfleischindustrie setzt alles daran, dass die nachfolgenden Bilder nicht an die Öffentlichkeit geraten, denn was unser Rechercheteam aufgedeckt hat, würde diese Industrie lieber im Verborgenden halten. Der bekannte spanische Schauspieler und Sänger Pablo Puyol, der dieses Video unterstützt hat, bittet Sie heute, es weitflächig zu verbreiten, damit diese Tierquälerei nicht ungesehen bleibt!

 

►Warnung: Das folgende Video enthält Szenen, die Gewalt gegen Tiere zeigen. 

 

Für Amanda Romero, Koordinatorin von Animal Equality in Spanien steht fest: „Wir stehen vor einem Skandal, was Tierquälerei und Hygiene anbelangt. Wir fordern vom Management der betreffenden Betriebe eine sofortige und sachdienliche Antwort auf diese Anklagen. Unsere Rechtsabteilung arbeitet daran, dass die dokumentierte Tierquälerei nicht ungestraft bleibt.“

Viele der untersuchten Zucht- und Schlachtbetriebe haben Beziehungen zu Ländern wie Italien, Deutschland, Belgien, England und Holland. Auch in Deutschland wurden ähnliche Bilder in Kaninchenbetrieben aufgenommen. Die Organisation Deutsches Tierschutzbüro deckte vermehrt Zustände wie diese in deutschen Betrieben auf. Auch hier werden die Kaninchen weiterhin überwiegend in kleinen Käfigen gehalten und viele sterben an den erschreckenden Bedingungen noch während ihrer Haltung.

Ganz gleich in welchem Land dieser Erde – Tierleid muss aufgedeckt und beendet werden, wenn wir in einer Gesellschaft leben möchten, die auf Werten wie Mitgefühl und Gerechtigkeit basiert. Indem wir auf eine gesunde, tierfreundliche Ernährung umsteigen, können wir Kaninchen wie diesen ein trauriges Schicksal ersparen. Der Wandel liegt in unserer Hand.